„Uns verbindet das Ziel, die Energiewende wirksamer und effizienter zu gestalten“

Die Energiewende beginnt vor Ort. Die N-ERGIE gestaltet als regionaler Energieversorger die Energiezukunft in Nordbayern aktiv mit. Mit Investitionen in erneuerbare Energien, moderne Netze und innovative Technologien setzt das Unternehmen auf eine sichere, nachhaltige und regionale Energieversorgung.

Maik Render ist Sprecher des Vorstands der N-ERGIE AG.

Seit 2021 gestaltet Maik Render die strategische Ausrichtung der N-ERGIE AG. (Foto: SIMOarts.com/Simone Kessler)

Maik Render ist Sprecher des Vorstands der N-ERGIE Aktiengesellschaft, einem der größten kommunalen Energieversorger Deutschlands. Seit 2021 gestaltet er die strategische Ausrichtung des Unternehmens und treibt zentrale Themen der Energiewende, der Energieversorgung und des Netzausbaus in der Region voran.

Frage: Herr Render, was hat Sie ursprünglich motiviert, in die Energiewirtschaft einzusteigen?

Maik Render: Vor meinem Wechsel in die Energiewirtschaft war ich bei einem Elektrostahlwerk tätig, einem Unternehmen mit einem sehr hohen Energiebedarf. Dadurch hatte ich bereits intensive Berührungspunkte mit der Branche. Besonders gereizt hat mich die Chance, die grundlegende Transformation unseres Energiesystems aktiv mitzugestalten. Der Wandel von einer überwiegend fossilen Energieversorgung hin zu einem System, das auf erneuerbaren Energien basiert, ist eine sehr spannende Aufgabe.

Sie begleiten die N-ERGIE und die Energiewirtschaft seit einigen Jahren. Was macht die N-ERGIE aus Ihrer Sicht besonders und wodurch unterscheidet sie sich von anderen Energieversorgern?

Die N-ERGIE zeichnet sich durch ihren ganzheitlichen Blick auf das Energiesystem aus. Als voll integriertes Stadtwerk vereinen wir Energieerzeugung, Netzbetrieb und Vertrieb unter einem Dach. Dabei versorgen wir nicht nur die Menschen in einer Großstadt wie Nürnberg, sondern auch in der Region und bundesweit über unser Großkundengeschäft. Diese breite Aufstellung ermöglicht es uns, die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden ebenso im Blick zu behalten wie die Anforderungen an eine zuverlässige und zukunftsfähige Infrastruktur.

Regionale Energieversorger stehen vor vielen Herausforderungen. Welche dieser Herausforderungen beschäftigt die N-ERGIE aktuell am stärksten und wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

Die Finanzierung der Energiewende ist aktuell die größte Herausforderung. In den kommenden Jahren müssen wir massiv in Wärmeerzeugung und Stromnetze investieren. Gleichzeitig erschweren begrenzte regulatorische Renditen und zunehmende Bürokratie die Umsetzung. Hinzu kommt, dass Themen wie Erneuerbare Energien, Netzausbau, Wasserstoff und gesicherte Kraftwerksleistungen noch zu oft getrennt betrachtet werden. Entscheidend ist deshalb ein integrierter Blick auf das Energiesystem sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen. Zuversichtlich stimmt mich, dass unsere Branche weiterhin viele qualifizierte Fachkräfte anzieht.

Was hat Sie davon überzeugt, die Forschungsarbeit der Stiftung Umweltenergierecht zu unterstützen?

Die Energiewende wird maßgeblich durch politische und rechtliche Rahmenbedingungen bestimmt. Umso wichtiger ist es, europäisches und nationales Energierecht gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Stiftung Umweltenergierecht leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Uns verbindet das Ziel, die Energiewende wirksamer und effizienter zu gestalten. Dafür brauchen wir praxistaugliche Regeln, mehr Wettbewerb und verlässliche Rahmenbedingungen. Wissenschaftlich fundierte Analysen und unabhängige Expertise liefern dabei wichtige Orientierung für eine zukunftsfähige Energiewirtschaft.