Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
die Stiftung Umweltenergierecht kann auf beeindruckende 15 Jahre Forschung für den Rechtsrahmen der Energiewende zurückschauen. Seit 2011 widmet sie sich der Frage, wie gesetzliche Bestimmungen ausgestaltet sein müssen, damit die Klimaziele erreicht werden können. In mehreren Phasen tiefgreifender energie- und klimapolitischer Umbrüche hat sie damit maßgeblich zur rechtlichen Fundierung und Weiterentwicklung der Energiewende beigetragen.
In ihrer Arbeit zeigt sich, wie unverzichtbar rechtswissenschaftliche Forschung ist. Anders als anwaltliche Beratung oder juristische Arbeit in Verwaltung und Unternehmen kann die Stiftung unabhängig, systematisch und vorausschauend die Strukturen des Rechts in den Blick nehmen und effektive Lösungswege zum Gelingen der Energiewende aufzeigen. Gleichzeitig schafft sie es, mit ihrem einzigartigen Profil eine Lücke in der universitären Forschung zu schließen.
In den letzten anderthalb Jahrzehnten waren die Themen hierbei ausgesprochen vielfältig. Neben Grundsatzfragen wurden unter anderem Fragen der Windenergie, der Strom- und Gasnetze, der Sektorenkopplung, der nachhaltigen Erzeugung und Speicherung von Energie, der Wärmewende und viele mehr bearbeitet und dies alles natürlich im anspruchsvollen Rahmen des rechtlichen Mehrebenensystems im Zusammenspiel von internationalen, europäischen und deutschen Recht. Mittlerweile beschäftigt die Stiftung mehr als 60 höchstqualifizierte und äußerst engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die Zukunft ist sie damit hervorragend aufgestellt.
Mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Stiftungsrat unterstützen wir beratend die Stiftung in ihrer Entwicklung und verstehen uns als Bindeglied zur Wissenschaft. Ich freue mich sehr und bin dankbar, die Arbeit der Stiftung in meiner Funktion als Vorsitzende des Stiftungsrats begleiten zu dürfen und gratuliere zu den erreichten Erfolgen.
Zum 15-jährigen Jubiläum erwartet Sie in diesem Newsletter ein Interview zur Entwicklung der Stiftung, ein Rückblick auf fachliche Highlights sowie ein Ausblick auf ein besonderes Vorhaben. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. Monika Böhm
Vorsitzende des Stiftungsrates
