Archiv für September 2026

29. Würzburger Gespräche: Das EEG 2027 – Neue Bedingungen für Netzanschluss und Förderung

Würzburg, 24. September 2026

Das EEG 2027 sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Entsprechend stand es auch im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung im Rahmen der 29. Würzburger Gespräche zum Umweltenergierecht.

Zu Beginn wurde das Netzpaket aus verschiedenen Perspektiven näher beleuchtet – aus energiewirtschaftlicher und rechtswissenschaftlicher Sicht sowie mit einem besonderen Fokus auf die europarechtlichen Aspekte. Darüber hinaus standen der Netzanschluss von EE-Anlagen in Zeiten knapper Netzkapazitäten sowie die Vorschläge der Bundesnetzagentur zu den Netzentgelten auf der Agenda. Im weiteren Verlauf widmeten sich die Teilnehmenden dem neuen Rechtsrahmen für das Förder- und Ausschreibungsdesign im EEG 2027. Zudem wurde der Frage nachgegangen, ob das neue Förderdesign einen ausreichenden Investitionsrahmen für den Zubau neuer EE-Anlagen schafft.

„Bei den Würzburger Gesprächen treffen sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Der offene Austausch ermöglicht es, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam Lösungswege zu finden. Wir freuen uns schon jetzt auf die 30. Ausgabe der Gespräche am 29. und 30. September 2027 in Würzburg“, so Prof. Dr. Thorsten Müller, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung.

29. Würzburger Gespräche: Fokus-Sessions zum EU-Klimaziel 2040 sowie zu GModG und Wärmepaket

Würzburg, 23. September 2026

Zwei Fokus-Sessions machten den Anfang zu den diesjährigen 29. Würzburger Gesprächen zum Umweltenergierecht. In der Session „Gebäudemodernisierungsgesetz und Wärmepaket“ wurden das GModG und die für Dezember angekündigte Grüngasquote, offene Hausaufgaben bei der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie, der Stand der kommunalen Wärmeplanung mitsamt der kleinen WPG-Novelle und die Eckpunkte für das Wärmenetzpaket diskutiert. In insgesamt vier Vorträgen haben dabei die Referierenden die Grundlagen für die anschließenden Fish Bowl-Diskussionen gelegt, in der sich alle Teilnehmenden mit ihren Fragen und eigener Expertise einbringen konnten. Die zweite Session drehte sich um das „EU-Klimaziel 2040“. Hier stand zunächst ein Überblick sowie die Diskussion zum Thema „Klimapaket: Die Reform des EU-Emissionshandels“ im Vordergrund. Hinzu kam zwei weitere Vorträge zum Energiepaket und der Frage, wie ein neuer EU-Rahmen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz bis 2040 aussehen könnte. Auch hier folgten aufschlussreiche Diskussionen mit den Referierenden, Gästen und allen weiteren Teilnehmenden.

Die Vortragsfolien beider Fokus-Sessions werden in Kürze veröffentlicht.

Rechtliche Rahmenbedingungen für grundstücksübergreifende oberflächennahe Geothermievorhaben

Bochum, 22. September 2026

Bei der 21. NRW-Geothermiekonferenz 2026 erläuterte Steffen Benz von der Stiftung Umweltenergierecht unter dem Titel „Bewältigung oberflächennaher Erdwärmenutzungskonkurrenzen bei grundstücksübergreifenden Geothermievorhaben“ die rechtlichen Rahmenbedingungen für grundstücksübergreifende Geothermievorhaben. Dabei beleuchtete er insbesondere, ob und inwieweit berg-, wasser- und zivilrechtliche Regelungen nach den letzten Gesetzesänderungen für diese Vorhaben relevant und zur Bewältigung möglicher Konflikte geeignet sind.

Vortrag zum Stand der AgNes-Netzentgeltreform beim NRL-Themenstammtisch

Hamburg, 21. September 2026

Jonathan Weikl referierte heute beim Themenstammtisch des Norddeutschen Reallabors zum aktuellen Stand des AgNes-Prozesses der Bundesnetzagentur. Er stellte in einem Kurzvortrag die wesentlichen Änderungen vor, die die Bundesnetzagentur im Bereich der Netzentgeltsystematik plant. Dabei ging er insbesondere auf den Hintergrund der Reformen, die neuen Vorschriften zu Netzentgelten für Elektrolyseure, die wesentlichen Umstellungen für die Industrie und den weiteren Zeitplan der Bundesnetzagentur ein.

Vortrag ordnet neues Gebäudemodernisierungsgesetz in EU-Kontext ein

Speyer, 17. September 2026

In dem von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften veranstalteten „2. Speyerer Forum zum Öffentlichen Klimaschutzrecht“ hat Hartmut Kahl die wichtigsten Änderungen des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) vorgestellt und in ihren europarechtlichen Kontext eingeordnet. Dabei ging er insbesondere auf die neuen Vorschriften zum Heizungstausch, die Mindesteffizienzvorgaben für Nichtwohngebäude und den Nullemissionsgebäude-Standard ein. Zudem erläuterte er den derzeitigen Umsetzungsstand der EU-Gebäuderichtlinie im Bundesrecht und unterstrich die zentrale Bedeutung der Nationalen Gebäuderenovierungspläne.

EEG 2027 & Netzpaket: Update zum geplanten EEG nach dem Kabinettsbeschluss

Würzburg, 16. September 2026

In der jüngsten Ausgabe der Online-Seminarreihe „EEG 2027 und Netzpaket: Das wöchentliche Reform-Update“ stellten Dr. Markus Kahles und Dr. Yvonne Kerth von der Stiftung Umweltenergierecht die wesentlichen Änderungen im EEG-Entwurf nach dem Kabinettsbeschluss vor. Zentrale Themen waren dabei der vorgesehene Refinanzierungsbeitrag sowie die künftigen Ausschreibungsbedingungen für Windenergieanlagen an Land. Dabei wurden insbesondere die geplanten Ausschreibungsvolumina und -termine sowie Änderungen beim Referenzertragsmodell thematisiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der geplanten Begrenzung von Entgelten für die Nutzung von Grundstücken. Auch die vorgesehene Abschaffung der Einspeisevergütung war zentraler Gegenstand des Online-Seminars. Abschließend wurden die geplanten Regelungen zum Inkrafttreten, zu den Übergangsbestimmungen sowie zum beihilferechtlichen Genehmigungsvorbehalt erläutert.

Die Stiftung Umweltenergierecht wird den weiteren Gesetzgebungsprozess eng begleiten und bei neuen Entwicklungen weitere Online-Seminare anbieten.

Carsten von Gneisenau informiert über Smart Meter im Podcast Redispatch

Aschaffenburg/München, 11. September 2026

Carsten von Gneisenau, wissenschaftlicher Referent bei der Stiftung Umweltenergierecht, war kürzlich zu Gast beim Podcast Redispatch von Serafin von Roon und Nora Amer Maghoub. Dort sprach er zusammen mit Erwan Taillanter von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) über den Stand des Smart-Meter-Rollouts, die europarechtlichen Anforderungen an einen Smart Meter und die rechtlichen Herausforderungen beim Thema Smart Meter Light. Dabei skizzierte er die Unterschiede zum Rollout in Österreich und machte deutlich, dass die Einführung von Smart Meter Light stellenweise Änderungen im Messstellenbetriebsgesetz erfordern würde. Die Folge ist hier abrufbar.

 

EEG 2027: Wie funktioniert der Refinanzierungsbeitrag und welche neuen Ausschreibungsbedingungen gelten für Windenergie an Land?

Ingelheim, 10. September 2026

Beim Windbranchentag Rhein/Main/Saar des Bundesverband WindEnergie (BWE) skizzierte Dr. Markus Kahles von der Stiftung Umweltenergierecht die grundsätzliche Funktionsweise des im Regierungsentwurf des EEG 2027 vorgeschlagenen Refinanzierungsbeitrags. Dieser soll das EU-rechtliche Konzept der „Contracts for Difference“ (CfD) umsetzen. Er legte dabei einen Schwerpunkt auf die Berechnungsmethode des Refinanzierungsbeitrags, die Raum belässt, individuelle Vermarktungserlöse oberhalb des anzulegenden Werts zu erzielen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Änderungen in den Ausschreibungsbedingungen für die Windenergie an Land, die unter anderem das Referenzertragsmodell sowie den Vorschlag für eine Pachtbegrenzung betreffen.

Fortsetzung der Webinar-Reihe zu EEG 2027 und Netzpaket: Update zum Netzpaket nach dem Kabinettsbeschluss

Würzburg, 9. September 2026

In der nun schon elften Ausgabe der Online-Seminarreihe der Stiftung Umweltenergierecht zum EEG 2027 und zum Netzpaket stellten Dr. Johannes Hilpert und Dr. Wieland Lehnert heute den Stand des Netz(anschluss)pakets nach dem Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 vor. Im Mittelpunkt standen dabei die Änderungen beim Instrument des „Redispatch-Vorbehalts“ im Vergleich zu den zuvor bekannt gewordenen Leaks. Zudem analysierten sie die rechtlichen Vorgaben zur sogenannten „systemdienlichen Anschlussleistung“, die neu eingefügt wurden. Auch die weiteren Elemente des Netzanschlusspakets – wie etwa die Regelung zum Baukostenzuschuss – wurden dargestellt; dabei wurde insbesondere auf Änderungen zu den Leaks hingewiesen.

Die nächste Ausgabe unserer Online-Seminarreihe folgt am Mittwoch, den 16. September 2026. Das Thema: „Update zur EEG-2027-Novelle nach dem Kabinettsbeschluss“

Zu den Vortragsfolien

Flexible Netzanschlussvereinbarungen – Perspektiven für Biogasanlagen

Online/Düsseldorf, 4. September 2026

Beim Fachkreis zu flexiblen Netzanschlussvereinbarungen im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) lieferte Dr. Wieland Lehnert von der Stiftung Umweltenergierecht unter dem Titel Flexible Netzanschlussvereinbarungen – Perspektiven für Biogasanlagen einen rechtlichen Impuls. Darin legte er die rechtlichen Grundlagen für FCA unter Berücksichtigung der aktuell geplanten Änderungen im EEG dar und stellte Besonderheiten für Biogasanlagen heraus. Nach weiteren Impulsen aus der Praxis von Anlagenbetreibern und Netzbetreibern wurden mit Branchenvertretern und dem Ministerium Lösungsansätze für eine verbesserte Netzintegration von Biogasanlagen über vertragliche Lösungen diskutiert.

Prof. Dr. Johanna Wolff neu im Stiftungsrat

Würzburg, 1. September 2026

Die Stiftung Umweltenergierecht hat ein renommiertes Mitglied für ihren Stiftungsrat gewonnen: Prof. Dr. Johanna Wolff ist zum 1. September 2026 offiziell kooptiert worden. Sie ist Universitätsprofessorin für Öffentliches Recht, Wirtschafts-, Finanz- und Steuerrecht am Institut für Staats-, Verwaltungs- und Wirtschaftsrecht an der Universität Osnabrück und verfügt über umfassende Erfahrungen im Klima- und Energierecht.

„Mit Johanna Wolff gewinnen wir eine ausgewiesene Expertin des Öffentlichen Rechts und des Energierechts für unseren Stiftungsrat. Ihre wissenschaftliche Perspektive auf Fragen von Regulierung, Steuerung und Transformation ist für die Arbeit der Stiftung besonders wertvoll. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, so Fabian Pause im Namen des Stiftungsvorstandes. Als Mitglied des Stiftungsrates wird Johanna Wolff künftig die Stiftung Umweltenergierecht zur inhaltlichen und strategischen Ausrichtung beraten und über den Stiftungszweck wachen.

Zur Pressemitteilung