Neuer Leitfaden bündelt rechtliche, technische und wirtschaftliche Grundlagen für geothermische Quartierslösungen

Kassel/Würzburg, 14. April 2026

Der heute veröffentlichte Leitfaden für Wärmeversorgungskonzepte mit oberflächennaher Geothermie bietet eine praxisnahe Orientierung zur rechtssicheren Planung in urbanen Bestandsquartieren. Neben grundlegenden technischen und wirtschaftlichen Hinweisen fasst er die maßgeblichen Rechtsanforderungen zusammen. Er wurde im Rahmen des Projekts UrbanGroundHeat von Autoren des Fraunhofer IEE und Fraunhofer IEG, der GASAG Solution Plus, des Instituts für Solarenergieforschung und der Stiftung Umweltenergierecht verfasst.

Im Mittelpunkt stehen die rechtlichen Vorgaben aus dem Wasserhaushaltsgesetz, der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, Landeswassergesetzen und Schutzgebietsverordnungen, die Genehmigung und Betrieb von Erdwärmesonden prägen. Ferner erläutert der Leitfaden die veränderte Relevanz des Bergrechts sowie die fortbestehenden Anzeige- und Dokumentationspflichten nach Bundesberggesetz und Geologiedatengesetz. Für den Flächenzugriff werden zivilrechtliche Instrumente wie Dienstbarkeiten, Miet- und Erbbaurechtsmodelle eingeordnet. Durch die Verankerung der Geothermie im überragenden öffentlichen Interesse nach Geothermie-Beschleunigungsgesetz, Wärmeplanungsgesetz und Gebäudeenergiegesetz zeigt der Leitfaden zudem auf, wie Genehmigungsprozesse rechtlich erleichtert wurden.