Wärmewende in urbanen Bestandsquartieren: Erschließung von oberflächennaher Geothermie in Abhängigkeit der technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Randbedingungen (UrbanGroundHeat)

Um Klimaziele im Gebäudebereich in Deutschland kurz- und mittelfristig zu erreichen, ist eine deutlich größere Marktdurchdringung von Wärmepumpensystemen im Gebäudebestand, in dem die Umrüstung bestehender Heizsysteme auf Wärmepumpensysteme noch nicht weit fortgeschritten ist, zwingend erforderlich. Das Projekt UrbanGroundHeat verfolgt diesbezüglich zwei zentrale Projektziele. Auf Basis von modellbasierten Potentialuntersuchungen und Vorplanungen soll die Umsetzbarkeit für bestehende Quartieren der am Projekt beteiligten Energieversorger erarbeitet werden, so dass eine reale Umsetzung als zentrales Projektziel vorbereitet wird. Hierzu sollen detailliert die technischen, regulatorischen und ökonomischen Anforderungen in den untersuchten Quartieren identifiziert und bewertet werden. Des Weiteren sollen durch die Entwicklung von fallübergreifenden Leitfäden und die Erweiterung von Planungstools wichtige Voraussetzungen geschaffen, damit die am Projekt beteiligten Versorger zukünftig in die Lage versetzt werden, Geothermieprojekte im Bestand umzusetzen.

Laufzeit: 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2025

Projektmittel: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Projektpartner: Fraunhofer IEE, Institut für Solarenergieforschung Hameln GmbH, Stadtwerke SH GmbH & Co. KG, Trianel GmbH, GASAG Solution Plus GmbH, Stadtwerke Solingen GmbH, GGEW Bergstraße AG

Projektbearbeitung

Oliver Antoni (Projektleitung)
Tel: +49 931 794077-0
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Steffen Benz
Tel: +49-931-79 40 77-0
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Susanne Weber
Tel: +49-931-79 40 77-0
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Inhalt

Die rechtswissenschaftlichen Arbeiten des Teilvorhabens „Erarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Anpassungsmöglichkeiten für eine geothermische Wärmeversorgung“ erfolgen in zwei Schritten. Im ersten Schritt werden die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Einsatz von Geothermie zur Energieversorgung von Quartieren inkl. Hemmnis- und Defizitanalyse, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung möglicher Geschäftsmodelle, analysiert. Im zweiten Schritt werden die Möglichkeiten und Grenzen der Rechtsweiterentwicklung für diese grundstücksübergreifenden Wärmelösungen und neue Geschäftsmodelle geprüft. Diese Ergebnisse münden – in Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern – in projektübergreifende Handlungsempfehlungen, die einen Bestandteil der zu entwickelnden Leitfäden und des Werkzeugkasten bilden.