Verbundvorhaben: InDEED – Konzeption, Umsetzung und Evaluation einer auf Blockchain basierenden energiewirtschaftlichen Datenplattform für die Anwendungsfälle ‚Labeling‘ und ‚Asset Logging‘

Ziel des Forschungsprojektes inDEED („Infrastruktur für Dezentralisierte Energie Daten“) ist die Beantwortung übergeordneter Fragestellungen im Kontext der Digitalisierung der Energiewende, der Anwendung neuer Technologien (Blockchain) sowie der Veränderung der Akteursbeziehungen und Rollen durch Plattform-basierte digitale Prozesse. Das Teilvorhaben der Stiftung Umweltenergierecht dient der rechtswissenschaftlichen Begleitung des Vorhabens, der Erarbeitung einer Status-Quo-Analyse sowie der Erstellung einer Roadmap zur Weiterentwicklung identifizierter regulatorischer Hemmnisse bzw. der Entwicklung von Handlungsvorschlägen.

Laufzeit: 1. April 2020 bis 31. März 2023

Projektmittel: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektpartner: Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE e.V.), Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE GmbH), Universität Bayreuth (mit Fraunhofer Blockchain-Labor)

Projektbearbeitung: Dr. Johannes Hilpert (Projektleitung), Dr. Maximilian Wimmer, Carsten von Gneisenau, Nikolas Klausmann

Projektbearbeitung

Dr. Maximilian Wimmer
Tel: +49-931-79 40 77-271
E-Mail

Carsten von Gneisenau
Tel: +49-931-79 40 77-285
E-Mail

Nikolas Klausmann
Tel: +49-931-794077-0
E-Mail

Inhalt

Im Projekt sollen die beiden aus Sicht des Konsortiums vielversprechendsten Anwendungsfelder für Blockchains in der Energiewirtschaft praktisch umgesetzt und bewertet sowie die Vor- und Nachteile evaluiert werden. Dabei handelt es sich um das „Labeling von Energieflüssen“ sowie das „Asset Logging“. Hierzu sollen Anlagen und Letztverbraucher in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern im Feld an eine zu entwickelnde Plattform angebunden und die Ergebnisse in weiterführenden wissenschaftlichen Studien bewertet werden.

Ein Schwerpunkt der rechtlichen Analyse liegt dabei auf der grundlegenden Erarbeitung der rechtlichen Vorgaben für das Labeling von Energieflüssen. Während in sonstigen Forschungsvorhaben zu Energieplattform-Konzepten mit und ohne Einbindung von Blockchains regelmäßig die Entwicklung von Marktkonzepten für den regionalen Stromhandel im Vordergrund steht, zielt das Projekt inDEED verstärkt auf die Möglichkeiten von Blockchains beim Nachweis bestimmter Energieflüsse, etwa Grün- oder Regionalstrom. Darüber hinaus wird zu analysieren sein, welcher spezifische Rechtsrahmen für die Nutzung von Blockchains zu berücksichtigen ist, etwa im Bereich des Datenschutzes, der Datensicherheit, der kritischen Infrastrukturen sowie der Haftung. Zudem wird geprüft, inwieweit relevante rechtliche Vorgaben im Bereich des Asset Logging bestehen und inwieweit Hemmnisse für die Umsetzung der im Projekt untersuchten Modelle erkennbar sind. Asset Logging meint dabei die Erfassung von Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungsdaten mittels intelligenter Messsysteme, Prüforganen oder weiterer Quellen.