Scaling up Public Energy Efficieny Investments via Standardizing Citizen Financing Schemes (CitizEE)

Die jüngsten Entwicklungen auf europäischer Ebene lassen mit Blick auf das „Saubere Energie für Alle Europäer“-Paket unter anderem zwei bedeutsame perspektivische Aspekte erkennen: die Energieeffizienz soll in Zukunft besonders gefördert werden, wie der „Efficiency First“-Grundsatz deutlich macht. Zudem werden die Bürger als immer wichtigere Akteure für das Gelingen der Energiewende angesehen. Das Forschungsvorhaben „Scaling up Public Energy Efficieny Investments via Standardizing Citizen Financing Schemes“ (kurz: CitizEE) verknüpft die Themen Steigerung von Energieeffizienz und Bürgerfinanzierung, auch durch Crowdfunding. Dadurch sollen bisher ungenutzte Quellen zur Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen erschlossen werden.

Zusammen mit acht Partnern aus fünf Ländern (Belgien, Kroatien, Litauen, Portugal und Deutschland) werden innovative Finanzierungsmodelle für Energieeffizienzmaßnahmen entwickelt. Hierdurch sollen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene Finanzierungsmöglichkeiten bei der Gebäudeeffizienz für Bürger und Gemeinden erschlossen werden, unterstützt durch Mittel aus EU-Fonds in diesem Bereich. Die Stiftung Umweltenergierecht untersucht dabei, welche rechtlichen Hemmnisse hierbei bestehen und wie diese u. a. durch Gesetzgebung auf europäischer, aber auch nationaler Ebene beseitigt werden könnten.

Laufzeit: 1. Mai 2019 bis 30. April 2022

Projektmittel: Gefördert durch eine Zuwendung der Europäischen Kommission im Rahmen des Horizon 2020-Programms

Projektpartner:  WIP (Wirtschaft und Infrastruktur GmbH & CO Planungs KG), ENERGINVEST, GOPARITY (Power Parity LDA), VEB (Vlaams Energiebedrijf), REGEA (Regionalna Energetska Agencija Sjeverozapadne Hrvatske), VIPA (Public Investment Development Agency), ECN (European Crowdfunding Network).

 

Projektbearbeitung

Fabian Pause (Projektleitung)
Tel: +49-931-79 40 77-18
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Dr. Maximilian Wimmer
Tel: +49-931-79 40 77-271
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Inhalt

Das 36 Monate dauernde Forschungsvorhaben ist modular aufgebaut und verfolgt einen stark anwendungsbezogenen Ansatz. Verteilt auf mehrere Arbeitspakete werden zunächst bestehende Geschäftsmodelle, die sich mit Crowdfunding für Energieeffizienz-Projekte befassen, auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit hin untersucht und Vorschläge zu deren Verbesserung erarbeitet. Dazu gehören unter anderem die Analyse der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Energieeffizienzmaßnahmen und insbesondere die Identifizierung möglicher rechtlicher Hindernisse, die einer erfolgreichen Umsetzung bisher entgegenstehen. Diese verbesserten Geschäftsmodelle werden dann in der Praxis getestet und der Erfolg ihrer Anwendung wissenschaftlich untersucht. Hieraus werden allgemeine Handlungsempfehlungen abgeleitet, bei deren Erarbeitung die Stiftung Umweltenergierecht sowohl für die einzelnen Vergleichsstaaten als auch für die europäische Ebene Verbesserungsvorschläge für die jeweiligen Rechtsrahmen beisteuern wird.