EnEff: Wärme: FW-Digital – Digitalisierung der Technik und Geschäftsprozesse in Wärmeversorgungssystemen

Durch die Digitalisierung der Energiewirtschaft und Wärmeversorgung kann die Gesamteffizienz des Systems verbessert sowie die Integration von erneuerbaren Quellen erleichtert werden. Im Vergleich verschiedener Energiesektoren sind Digitalisierungsprozesse derzeit im Bereich Strom weiterentwickelt als in der Wärmeversorgung. Ziel des Projekts ist es, die Wärmelieferungsprozesse, die in technische, Geschäfts- und in rechtliche Rahmenprozesse unterteilt werden, zu strukturieren und verschiedene Digitalisierungsmaßnahmen zu untersuchen und bewerten. Zur Effizienzsteigerung werden möglichst in Echtzeit erfasste Verbrauchs- und Erzeugerdaten sowie personen- oder gewohnheitsbezogene Daten wie Komfortanforderungen oder Zahlungsbereitschaft benötigt. Diese Datenanforderungen unterliegen sowohl der europäischen Datenschutz-Grundverordnung als auch dem Bundesdatenschutzgesetz. Das Projekt adressiert daher als integralen Bestandteil die Untersuchung des Umgangs mit den personenbezogenen Daten aus rechtswissenschaftlicher Perspektive und erarbeitet so Vorschläge, inwieweit die technischen und kaufmännischen Prozessanforderungen bereits unter den heutigen regulatorischen Rahmenbedingungen umgesetzt werden können.

Laufzeit: 1. Mai 2020 bis 30. April 2023

Projektmittel: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektpartner: AGFW-Projektgesellschaft für Rationalisierung, Information und Standardisierung mbH, Universität Stuttgart, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, GEF Ingenieur AG, Indevo GmbH

Hier gelangen Sie zur Projektseite der AGFW.

Projektbearbeitung

Oliver Antoni (Projektleitung)
Tel: +49-931-79 40 77-0
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Dr. Maximilian Wimmer
Tel: +49-931-79 40 77-271
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Dr. Hartmut Kahl
Tel: +49-931-79 40 77-288
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Carsten von Gneisenau
Tel: +49-931-79 40 77-285
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Inhalt

Die rechtswissenschaftlichen Arbeiten des Vorhabens bestehen v. a. aus in zwei aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten. In einem ersten Schritt werden zunächst grundlegend die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen für Digitalisierung von Technik und Geschäftsprozessen in Wärmeversorgungssystemen untersucht. Auf der Grundlage der Ergebnisse zum rechtlichen Status quo werden rechtliche Hemmnisse für die Umsetzung der im Projekt geplanten neuen Prozesse identifiziert. In einem zweiten Schritt wird zunächst untersucht, wie die neuen digitalen Lösungen unter den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen rechtssicher ausgestaltet werden können oder welche Anpassungen des Rechtsrahmens ggf. erforderlich wären, um Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung im Fernwärmesektor weiter voranzutreiben. Daneben werden Rechtsfragen zur Messung und zum Messstellenbetrieb in Fernwärmesystemen sowie weitere rechtliche Vorgaben zur Implementierung neuer technischer und betrieblicher Prozesse untersucht.