Flächenanalyse Windenergie an Land II – Flächenverfügbarkeit und Flächenbedarfe für den Ausbau der Windenergie an Land

Ziel des Vorhabens ist die Quantifizierung des erforderlichen Flächenbedarfs für den künftigen Ausbau der Windenergie an Land mittels einer Gegenüberstellung der tatsächlich verfügbaren Flächenkulisse, Leistungs- und Ertragspotenziale mit den für die maßgeblichen Zieljahre erforderlichen Strommengen und Erzeugungskapazitäten für die Windenergie an Land.

Laufzeit: Juni 2020 – Dezember 2021

Projektmittel: Umweltbundesamt

Projektpartner: Guidehouse (Hauptauftragnehmer); Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (Unterauftragnehmer); Stiftung Umweltenergierecht (Unterauftragnehmer)

 

Projektbearbeitung

Dr. Nils Wegner (Projektleitung)
Tel: +49-931-79 40 77-20
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Frank Sailer
Tel: +49-931-79 40 77-11
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Inhalt

Windenergie an Land liefert bereits heute knapp ein Fünftel des Bruttostromverbrauchs. Zur Erreichung des deutschen Klimaziels von 65 Prozent erneuerbare Energien am Bruttostromverbrauch im Jahr 2030 muss sich die installierte Leistung aller Voraussicht nach massiv erhöhen. Je nach Szenario von aktuell 53 GW auf 80-90 GW. Um einen solchen Zubau von Windenergie zu ermöglichen, wird eine ausreichend große ausgewiesene Fläche zur Errichtung von Windenergieanlagen benötigt.

Das durch Navigant und Fraunhofer IEE für das Umweltbundesamt bearbeitete Vorgängervorhaben „Analyse der kurz- und mittelfristigen Verfügbarkeit von Flächen für die Windenergienutzung an Land“ (kurz: Flächenanalyse I; Abschlussbericht) hat aufgezeigt, wie groß die Flächenkulisse und wie hoch das Leistungspotenzial gegenwärtig und mittelfristig ungefähr ist und welche und wie groß die Unsicherheiten dieser Abschätzung sind. Die Ergebnisse dieser Studie begründen erhebliche Zweifel, ob die Flächenkulisse langfristig ausreicht, um die Zielmengen des 2030-Ziels für erneuerbare Energie zu decken und für genügend Wettbewerb in den Ausschreibungen zu sorgen.

Das Vorhaben Flächenanalyse II richtet seinen Blick auf den Flächenbedarf zur Erreichung der EE-Ausbauziele von 2030 bis 2050. Hierfür soll eine hinreichend genaue Quantifizierung der tatsächlich verfügbaren Flächen vorgenommen werden, die über die des Vorgängervorhabens noch hinausgeht, um so möglichst konkrete Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Flächenausweisung und Zielerreichung zu geben.

Die Stiftung Umweltenergierecht begleitet die Projektpartner im Vorhaben mit ihrer juristischen Expertise, analysiert rechtliche Regelungen mit Auswirkung auf die Flächenkulisse und stellt die rechtliche Implementierbarkeit der Handlungsempfehlungen sicher. Ein Fokus der rechtlichen Arbeiten wird auf den in der Projektlaufzeit in einigen Ländern zu erwartenden pauschalen Mindestabstandsregelungen zwischen Windenergienutzungen und Siedlungsgebieten liegen, die sich auf die verfügbare Flächenkulisse stark auswirken werden.