Rechtsgutachten „Flexibilisierung der Strom- und Wärmeerzeugung aus KWK-Anlagen (FlexKWK)

Netzengpässe und die dadurch bedingte Abregelung von Erneuerbare-Energien-Anlagen stellen – vor allem in den norddeutschen Bundesländern mit hohen Anteilen volatiler Stromerzeugung aus Windenergie – eine große Herausforderung der Energiewende dar. Der Gesetzgeber hat hierauf bereits mit rechtlichen Instrumenten reagiert, die aber noch nicht ausreichen. Der Auftraggeber möchte daher ein neues Modell zur Flexibilisierung der Strom- und Wärmeerzeugung aus KWK-Anlagen entwickeln. Mit diesem Modell sollen KWK-Anlagenbetreiber, die ein Wärmenetz mit der erzeugten Wärme betreiben, gesetzlich verpflichtet werden, einen zusätzlichen Wärmespeicher zuzubauen. Ziel des Vorschlags ist es, die Abregelung von Strom aus erneuerbaren Energien zu vermeiden. Gleichzeitig soll erreicht werden, dass die Stromerzeugung in den KWK-Anlagen durch die Wärmepuffermöglichkeit in Zeiten mit niedrigerem Stromangebot und deshalb höheren Erlösen für die Stromerzeugung verlagert wird. Die KWK-Anlagen sollen durch den Wärmespeicher die dazu nötige Flexibilität vorhalten können.

Laufzeit: Mai 2021 – März 2022

Projektmittel: Auftrag des Landesverbands Erneuerbare Energien MV e. V. mit Mitteln des Projekts „Klimaschutz durch Wärmewende und Sektorenkopplung“, gefördert durch die Europäische Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern

Projektpartner: Fraunhofer IEE

 

Projektbearbeitung

Oliver Antoni (Projektleitung)
Tel: +49 931 794077-0
E-Mail

Anna Papke
Tel: +49 931 794077-274
E-Mail

Thorsten Müller
Tel: +49 931 794077-0
E-Mail

Inhalt

Ziel des Auftrags ist die Entwicklung eines praxistauglichen und rechtkonform umzusetzenden Modells zur verpflichtenden Flexibilisierung von KWK-Anlagen. Die Stiftung Umweltenergierecht erstellt hierfür ein rechtswissenschaftliches Gutachten, wie eine gesetzlich verpflichtende Regelung aussehen kann, wie deren verfassungsrechtlichen Grenzen sind und welche weiteren gesetzlichen Regelungen, etc. angepasst werden müssten.

Weitere Informationen

Workshop zur Parametrierung des Modells am 8. Juli 2021

Zum Projekt des Landesverbands Erneuerbare Energien MV e. V.