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Unser Forschungsprogramm für 2027 bis 2031

Grafische Darstellung von Windrädern und Wärme-Solarplatten, umringt von Tannenbäumen und Wolken

Räume für die Energiewende planen und gestalten

Natürliche Räume, bebaute Räume, Zeiträume, Spielräume, Begegnungs- und Lernräume – die Energiewende bewegt sich in sehr verschiedenen Räumen. Denn erneuerbare Energien und ihre Infrastruktur brauchen Räume. Sie müssen nicht nur im Energiemix, sondern auch als Teil der gebauten Umwelt ihren Platz einnehmen. Dafür sind viele einzelne Standortentscheidungen zu treffen und zu koordinieren – von der Windenergie auf See bis hinunter in den Heizungskeller. Neben den räumlichen Dimensionen tritt die zeitliche: Klimaschutz ist eine dringliche Aufgabe, daher geht es auch um das Abstecken der richtigen Zeiträume für die einzelnen Schritte der Transformation. Nicht zuletzt lebt die Energiewende von der Akzeptanz der Akteure. Sie in informierte Entscheidungen einzubinden und dafür Begegnungs- und Lernräume zu schaffen, ist eine Aufgabe, die neues Recht immer mitdenken muss.

Räume haben dabei eine Gemeinsamkeit: Sie können planerisch gestaltet werden. Neben bekannte Formen wie die Bauleitplanung oder Regionalplanung treten neue Formen wie die Politikplanung und die planerische Erprobung neuer Verfahren und Techniken mit Experimentierklauseln: Planung ist eine besondere Form staatlichen Handelns. Sie unterliegt besonderen Anforderungen und bietet vielfältige, aber dennoch begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Ebenso vielfältig sind die damit verbundenen rechtlichen Fragen.

Mögliche Forschungsansätze

  • Knappe Flächen führen zu Nutzungskonkurrenzen. Wo tauchen diese auf und wie gehen wir künftig mit ihnen um?
  • Von der Quartiersentwicklung bis zu einer integrierten Energieplanung: Welche Rolle sollten (und können) die Kommunen als lokale Steuerungseinheiten spielen? Und wie lassen sich Nutzungskonflikte vor Ort vermeiden oder zumindest reduzieren?
  • In Brüssel oder besser vor Ort: Welche Ebene regelt was und wo benötigen wir mehr Spielräume in der Regulierung?
  • Urbane Metropolen und ländlicher Raum: Gleiches Recht für alle oder maßgeschneiderte Konzepte?
  • Welche zeitlichen Spielräume und langfristigen Planungsperspektiven braucht die Energiewende?
  • Welche weiteren Räume – wie zum Beispiel die Hohe See, Flüsse oder Untergrund – sind für die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien und des Energiesystems in den Blick zu nehmen?
  • Wann kommt was dran? Welche Zeiträume und Perspektiven sollten für Ziele und Zielerfüllung gesteckt werden?

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