20 Jahre EEG
Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?

Hotel Aquino, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin-Mitte

Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Coronavirus wird unsere Tagung abgesagt. Wir werden so bald wie möglich über einen Alternativtermin und die Abwicklung Ihrer Teilnahmegebühr informieren.

Inhalt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die deutsche Energielandschaft verändert wie kein anderes Regelwerk. Dabei wird es von den einen als Erfolgsmodell gepriesen, von den anderen als Beispiel für eine kostenintensive Fehlsteuerung gebrandmarkt.

Den 20. Geburtstag des EEG wollen wir zum Anlass nehmen, seine Vorgeschichte und Entwicklung einzuordnen und einen Blick auf die Zukunft des gesamten Rechtsrahmens der Energiewende zu werfen. Was können wir aus den letzten Jahrzehnten lernen? Was hat sich bewährt und sollte bleiben? Wie kann das Recht neu geordnet werden, um die Energiewende zum Erfolg zu führen? Um Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu finden, laden wir Sie herzlich zu unserer Tagung am 1./2. April 2020 nach Berlin ein.

In den letzten zwanzig Jahren hat sich das EEG sehr stark entwickelt. Durch sieben umfassende Novellen und weitere ungezählte Änderungen gab es grundlegende Struktur- und Systemänderungen. Die Einführung von Ausschreibungen ist dabei sicherlich die weitreichendste gewesen. Immer gab es enge Wechselwirkungen mit dem Europarecht. Das Beihilferecht und die Warenverkehrsfreiheit hatten deutlichen Einfluss auf die Ausgestaltung des EEG. Umgekehrt hat das Recht der erneuerbaren Energien auch zu wegweisenden Urteilen des EuGH geführt und das EEG maßgeblich die europäische Rechtsentwicklung – sowohl in verschiedenen Mitgliedstaaten als auch die EU-Richtlinien – mitgeprägt.

Mittlerweile ist das Recht der erneuerbaren Energien an einem Punkt angelangt, an dem die bipolare Gesetzeslage aus EEG und EnWG, die durch zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen ergänzt werden, nicht mehr zeitgemäß erscheint. Deshalb wollen wir fragen: Wie könnte eine Neuordnung des Energierechts aussehen, die zu einer anwenderfreundlichen, widerspruchsfreien, zukunftsoffenen und rechtssicheren Rechtslage führt?

 

Programm

Zum Programm

Mittwoch, 1. April 2020: Wo kommen wir her?

10:30 Uhr

Eröffnung des Tagungsbüros und Begrüßungskaffee

11:00 Uhr

Begrüßung und Einführung zu den Strukturelementen des EEG 
Thorsten Müller, Stiftung Umweltenergierecht

11:30 Uhr

Never change a running system? – Ein Rückblick auf sechs Legislaturperioden und mindestens ebenso viele EEG-Novellen
Podiumsdiskussion u.a. mit
Dr. Ingrid Nestle (MdB, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen von 2009-2012, seit 2017),
Eva Bulling-Schröter (MdB, Fraktion Die Linke von 2005-2017),

Horst Meierhofer (MdB, FDP-Fraktion von 2005-2013, heute LDEW Hessen) und
Dr. Nina Scheer (MdB, SPD-Fraktion, seit 2013)

13:00 Uhr

Mittagspause

14:30 Uhr

EEG und Innovation: Mehr als nur Patente zählen
Prof. Dr. Karoline Rogge, Fraunhofer ISI/University of Sussex

15:00 Uhr

EEG und die Welt: Das Geheimnis eines gesetzgeberischen Exportschlagers
Dr. David Jacobs, IET – International Energy Transition GmbH

15:30 Uhr

Kaffeepause

16:00 Uhr

EEG und Europarecht: Eine unendliche Geschichte
Dr. Dörte Fouquet, Becker Büttner Held

16:30 Uhr

EEG und Verfassungsrecht: Gewichtige Bestandsinteressen
Dr. Hartmut Kahl, LL.M. (Duke), Stiftung Umweltenergierecht

17:00 Uhr

Pause

anschließend Abendempfang

Abendempfang

ab 18:00 Uhr

Keynote
Dorothea Sick-Thies, Unternehmerin, Klimaaktivistin, Gründerin von
Protect the Planet gGmbH

Amir Roghani, Gründer und CEO der VISPIRON Gruppe

Donnerstag, 2. April 2020: Wo gehen wir hin?

9:30 Uhr

Eröffnung des Tagungsbüros und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr

Begrüßung und Einführung zur Neustrukturierung des Energierechts 
Thorsten Müller, Stiftung Umweltenergierecht

10:30 Uhr

Biotop oder Dickicht? – Zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im jetzigen und künftigen Rechtsrahmen
Dr. Bettina Hennig, von Bredow Valentin Herz

11:00 Uhr

Kaffeepause

11:30 Uhr

Messen und Schätzen – Was ist gut gemeint und was gut gemacht?
Dr. Daniel Breuer, Osborne Clarke

12:00 Uhr

Ausschreibungen im Energiesektor: Alleskönner oder Blender?
Dr. Silvana Tiedemann, Navigant/Guidehouse

12:30 Uhr

Mittagspause

14:00 Uhr

Stand der Technik – Innovationsverantwortung durch dynamisches Recht?
Anna Halbig, Stiftung Umweltenergierecht

14:30 Uhr

Eines für alle – Brauchen wir ein Energiegesetzbuch?
Podiumsdiskussion mit Dr. Bettina Hennig (vBVH), Christoph Weißenborn (BDEW), Holger Schneidewindt (Verbraucherzentrale NRW), Dr. Volker Oschmann (BMWi) und Eva Schreiner (Bundesverband der Energie-Abnehmer)

15:45 Uhr

Verabschiedung
Thorsten Müller, Stiftung Umweltenergierecht

Organisatorisches

Lage und Anfahrt

Organisatorische Fragen zur Veranstaltung beantworten wir unter: tagung@stiftung-umweltenergierecht.de

Stiftung Umweltenergierecht
Ludwigstraße 22, 97070 Würzburg

Telefon +49 931 794077-0
Fax +49 931 79407729
E-Mail: mail@stiftung-umweltenergierecht.de