Forschungsgebiet „Europäisches und internationales Umweltenergierecht sowie Rechtsvergleichung“

Die Energiewende ist durch vielfältige europäische und internationale Vorgaben und Entwicklungen geprägt. Das Forschungsgebiet „Europäisches und internationales Umweltenergierecht sowie Rechtsvergleichung“ beschäftigt sich mit den europäischen und internationalen Rechtsvorschriften, die im Zusammenhang mit dem Rechtsrahmen für die Nutzung erneuerbarer Energien sowie der Energiereduktion und -effizienz stehen. Dabei stehen auch die Aus- und Wechselwirkungen auf das deutsche Recht im Mittelpunkt. Ein wichtiger Bereich des Forschungsgebiets ist zudem die rechtsvergleichende Betrachtung der Rechtsordnungen anderer Staaten.

Leiter

Fabian Pause
Leiter Forschungsgebiet Europäisches und internationales Umweltenergierecht sowie Rechtsvergleichung
Tel.: +49-931-79 40 77-18
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Arbeitsinhalte

Das Forschungsgebiet „Europäisches und internationales Umweltenergierecht sowie Rechtsvergleichung“ bildet in vielfältigen Zusammenhängen den Rahmen für die Arbeit der Stiftung zu allen Fragen jenseits des deutschen Rechts.

Im Teilbereich „Europäisches Umweltenergierecht“ stehen dabei Fragen zum europarechtlichen Rahmen der Förderung erneuerbarer Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr, zu den Vorgaben und Instrumenten für Effizienzsteigerungen und Treibhausgasminderungen sowie zum grenzüberschreitenden Infrastrukturrecht im Vordergrund. Diese Vorgaben sowie die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) überformen und verändern das nationale Umweltenergierecht, indem konkrete Vorgaben gemacht und Spielräume abgesteckt werden, die die Mitgliedstaaten ausfüllen können. In diesem Zusammenhang stehen beispielsweise Fragen nach der Vereinbarkeit der Förderung erneuerbarer Energien auf nationaler und europäischer Ebene mit den Anforderungen des Energiebinnenmarkts, insbesondere dem Beihilferecht und den Grundfreiheiten.

Der Teilbereich „Internationales Umweltenergierecht“ wiederum bildet den Rahmen für alle völkerrechtlichen Bezüge der Arbeit an der Stiftung Umweltenergierecht. Dazu gehören das internationale Klimaschutzrecht ebenso wie das in den Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) verankerte Welthandelsrecht sowie die Rechtsquellen für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit beim Ausbau erneuerbarer Energien.

Sowohl europäisch als auch international gilt ein besonderes Augenmerk ferner rechtsvergleichenden Betrachtungen. Die Analyse des Rechtsrahmens und der Entwicklungen in anderen Ländern ermöglicht ein tiefergehendes Verständnis für die Regelungsansätze außerhalb Deutschlands und daraus resultierender globaler oder europäischer Entwicklungstrends und möglicher Vorbilder für die Fortschreibung des Rechtsrahmens in Deutschland.

Projekte (Auswahl)

Aktuelle Arbeitsergebnisse

Fabian Pause, Markus Kahles,

Der Einfluss der EU-Kommission auf das EEG 2014 und EEG 2017

Zeitschrift für die gesamte Energierechtspraxis (ER), 02/2017, S. 55-61

Stefanie Geiselhardt,

Würzburger Berichte zum Umweltenergierecht Nr. 25: Die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und das Energie-Winterpaket der EU-Kommission

Dokumentation des Fachgesprächs am 15. Dezember 2016, erschienen am 10. Februar 2017

Markus Kahles, Fabian Pause, Anna Papke, Maximilian Schülling,

Würzburger Berichte zum Umweltenergierecht Nr. 24: Der Vorschlag der EU-Kommission für eine neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie

Hintergrundpapier vom 21. Dezember 2016

Markus Kahles, Nora Grabmayr, Fabian Pause,

Würzburger Berichte zum Umweltenergierecht Nr. 18: Governance als Instrument zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der EU im Jahr 2030 – Bestandsaufnahme und rechtliche Bewertung mit Blick auf die Zielerreichung im Bereich der erneuerbaren Energien

Hintergrundpapier vom 21. Januar 2016

Fabian Pause,

Die Beihilfeleitlinien der Kommission für den Energie- und Umweltbereich – eine kritische Würdigung

Thorsten Müller/Hartmut Kahl (Hrsg.), Erneuerbare Energien in Europa, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 2015, S. 219-251

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.nomos-shop.de/26493.

Hartmut Kahl,

Energierecht und Versorgungssicherheit in Europa

Markus Kahles, Fabian Pause,

Öffnung nationaler Fördersysteme für Strom aus erneuerbaren Energien aus anderen Mitgliedstaaten – Renaissance der kooperativen Mechanismen?

Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (EuZW) 2015, S. 776-780

Hartmut Kahl,

Local-content requirements in renewable energy support schemes from a trade law perspective

Squintani/Vedder/Reese/Vanheusden (Hrsg.), Sustainable Energy United in Diversity – Challenges and approaches in energy transition in the EU, EELF Book Series Vol. 1, 2014, S. 219-235

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