Freunde, Förderer und Wegbegleiter der Stiftung

Wir bedanken uns herzlich bei allen Freunden und Fördern der Stiftung Umweltenergierecht: Nur dank Ihnen ist es uns möglich, unsere Forschungsprojekte zum Rechtsrahmen der Energiewende durchzuführen und somit einen wichtigen Beitrag für einen wirksamen Ressourcen- und Klimaschutz zu leisten.

Stellvertretend für alle Wegbegleiter der Stiftung Umweltenergierecht möchten wir an dieser Stelle einige unserer Förderer vorstellen.

Hans-Heinrich Andresen

Hans-Heinrich Andresen

Hans-Heinrich Andresen

Hans-Heinrich Andresen, Geschäftsführer der WEB Andresen GmbH, hat 1991 mit dem Bürgerwindpark Bredstedt-Land den ersten Windpark dieser Art weltweit initiiert. Das war die Initialzündung für die Gründung seines Unternehmens, das heute in Nordfriesland 30 Bürgerwindparks und fünf Umspannwerke technisch und kaufmännisch betreut.

Herr Andresen, Sie haben ursprünglich in einem ganz anderen Bereich gearbeitet und sind dennoch ein Windpionier: Wie sah Ihr Weg hin zu den erneuerbaren Energien aus?

Hans-Heinrich Andresen: Die Errichtung der ersten Windräder an der nordfriesischen Küste war die Initialzündung für eine kleine Gruppe von Wind-Begeisterten aus dem Raum Mittleres Nordfriesland, um selber Windräder zu errichten und zu betreiben. Aus dieser Gruppe entstand der erste Bürgerwindpark der Welt, dem zum Glück viele weitere gefolgt sind. Inzwischen werden fast alle Windparks in Nordfriesland nach diesem Erfolgsmodell betrieben und sorgen für breite Zustimmung in der Bevölkerung.

Wie bewerten Sie den aktuellen Stand der Energiewende?

Hans-Heinrich Andresen: Durch die Einführung von Ausschreibungen wird es durch das veränderte Marktumfeld gerade für die kleinen und regionalen Betreiber sehr schwierig, sich auf neue Projekte mit ausreichender Rendite einzulassen. Wir sehen hier große Schwierigkeiten für das Aufrechterhalten einer breiten Akzeptanz, die gerade auch durch die Partizipation vor Ort getragen wird.

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft der erneuerbaren Energien und der Bürgerenergie aus?

Hans-Heinrich Andresen: Bürgerwindparks in der klassischen, von uns favorisierten Form werden im neuen EEG keine Chance mehr haben. Für uns als Betriebsführer ergibt sich daraus eine Konzentration auf die kaufmännische und technische Betriebsführung von bestehenden Windparks und Umspannwerken im gesamten Bundesgebiet. Die Planung von neuen Projekten überlassen wir – abgesehen von unseren bereits betreuten Kunden – anderen Marktteilnehmern.

Warum fördern Sie die Forschungsarbeit der Stiftung Umweltenergierecht?

Hans-Heinrich Andresen: Die Stiftung Umweltenergierecht ist unser favorisierter Ratgeber zu allen aktuellen und kommenden rechtlichen Themen rund um das gesamte Feld „Energie“. Die Kompetenz des gesamten Teams um Thorsten Müller schätzen wir als sehr hoch ein und die Veranstaltungen sind ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Informationsquellen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Juni/2017

Dr. Carsten König

 

Dr. Carsten König

Dr. Carsten König

Dr. Casten König forscht an der Universität Göttingen im Bereich des Energierechts. Im Interview erklärt er, warum das Energierecht zwar für die Praxis herausfordernd, aber für die Wissenschaft spannend ist und welche Rolle die Stiftung Umweltenergierecht dabei spielen kann. Zudem verrät er, welchen besonderen Bezug er zur Stiftung hat und warum er sie unterstützt.

Herr Dr. König, Sie forschen an der Universität Göttingen im Bereich des Energierechts  – was macht dieses Rechtsgebiet für Sie so interessant?

Das Energierecht ist ein sehr vielfältiges und dynamisches Rechtsgebiet. Es ist durch Gesetzeszwecke geprägt, die teilweise schwer miteinander in Einklang zu bringen sind, etwa Preisgünstigkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit. Dadurch stellen sich immer wieder interessante Abwägungsfragen. In Teilen ist das Energierecht klassisches Marktordnungsrecht, in anderen Teilen eher Umweltrecht oder Verbraucherschutzrecht. Es ist ein politisches Rechtsgebiet und stetiger Veränderung unterworfen. Das haben zuletzt der Systemwandel im EEG und das Strommarktgesetz gezeigt. Das ist für die Praxis natürlich eine Herausforderung, für die Wissenschaft aber enorm spannend.

Welche Rolle kann die Stiftung Umweltenergierecht bei der Rechtsfortentwicklung spielen?

Gerade weil sich das Energierecht so schnell entwickelt, ist es wichtig, dies wissenschaftlich zu begleiten. Die Qualität der Gesetzgebung – auch rein „handwerklich“ – ist zuletzt stark kritisiert worden. Die Wissenschaft kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Fehlentwicklungen offenlegt und Alternativen ausarbeitet. Außerdem ist die Wissenschaft eher als die Politik in der Lage, „einen Schritt vorauszudenken“. Das ist gerade in innovativen Gebieten wie dem Energierecht wichtig. Die Stiftung Umweltenergierecht verfügt über großes Know-how und ein tolles Netzwerk. Sie ist damit ideal positioniert, um in der immer komplexeren Welt des Energierechts den Überblick zu behalten.

Welchen besonderen Bezug haben Sie zur Stiftung?

Ich habe im Jahr 2013 den Dissertationspreis der Stiftung gewonnen, was natürlich eine große Ehre war. In meiner Doktorarbeit habe ich mich kritisch mit dem rechtlichen Rahmen für das Engpassmanagement in Deutschland sowie im europäischen Binnenmarkt auseinandergesetzt. Dabei geht es um die Auflösung von Nutzungskonflikten, die sich ergeben, wenn Teile des Stromnetzes vorübergehend überlastet sind. Gerade für Betreiber von EE-Anlagen ist das ein wichtiges Thema, weil ihre Anlagen in solchen Situationen oft abgeregelt werden.

Inwiefern ist das Studien- und Dissertationsprogramm der Stiftung aus Ihrer Sicht wichtig für die juristische Nachwuchsförderung?

Im Energierecht zu forschen ist für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine tolle Chance, aber auch eine Herausforderung. In den Lehrplänen der Universitäten hat das Energierecht keinen festen Platz. Das kann es schwierig machen, Gleichgesinnte zu finden, mit denen man seine Ideen diskutieren kann. Das Doktorandennetzwerk der Stiftung ist deshalb wirklich eine tolle Sache. Auch die regelmäßigen Workshops und Seminare, an denen der „Nachwuchs“ meist kostenlos teilnehmen kann, bieten gute Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung. Und natürlich ist auch die materielle Forschungsförderung durch den Dissertationspreis und Druckkostenzuschüsse für junge Menschen wichtig.

Warum unterstützen Sie die Stiftung Umweltenergierecht?

Ich habe selbst von den Angeboten der Stiftung profitiert und möchte anderen ermöglichen, die gleichen Chancen zu haben. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Energierecht ist spannend und eröffnet tolle Möglichkeiten. Die Nachwuchsförderung der Stiftung hilft dabei, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an dieses Rechtsgebiet heranzuführen. Ich finde es wichtig, dass solches Engagement durch private Initiative unterstützt wird. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass private Forschungsförderung auf möglichst breiter Basis stehen muss, damit sich keine Abhängigkeiten ergeben. Deshalb finde ich auch Spenden von kleineren Unternehmen und Einzelpersonen wichtig.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, März/2017

Sabine Schmedding

 

Sabine Schmedding

Sabine Schmedding

Sabine Schmedding – ob als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder in ihrer aktuellen Tätigkeit als Politikreferentin beim Bundesverband WindEnergie, erneuerbare Energien sind aus dem beruflichen Alltag von Sabine Schmedding nicht mehr wegzudenken.

 

Was verbinden Sie privat mit der Energiewende?

Mit der Energiewende verbinde ich den Anspruch, dass wir zur gegebenen Zeit komplett auf konventionelle Energieträger verzichten können. Es ist mir sehr wichtig, woher wir unsere Energie beziehen. Meine persönliche Einstellung zu diesen Themen verdanke ich besonders meinem familiären Umfeld. Sparsamer Umgang mit Strom und Wasser war bei uns selbstverständlich. Mittlerweile kann man das mit den Begriffen der Nachhaltigkeitsdebatte – Effizienz, Suffizienz und Konsistenz – beschreiben. Ich  lebe den Anspruch auch im privaten Bereich, etwa wenn es um ‚grünen‘ Strom aus der Steckdose geht, oder auch beim Verzicht auf ein eigenes Auto.

Welche beruflichen Berührungspunkte haben Sie zu erneuerbaren Energien?

Die Erneuerbaren Energien gestalten quasi mein berufliches Leben. Als Politikreferentin beim Bundesverband WindEnergie beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Schon als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag setzte ich mich intensiv mit den Erneuerbaren auseinander. Damals wie heute ging es leider oft nur um die Kosten der Energiewende und weniger um die Vorteile und Gewinne. Die Ergebnisse, die mit dem EEG über die Jahre hinweg erreicht wurden, bleiben in der einseitigen öffentlichen Diskussion häufig außen vor, sollten aber mehr in den Vordergrund gestellt werden.

Welche Impulse sind Ihrer Meinung nach erforderlich für eine erfolgreiche Energiewende?

Bei der künftigen Gestaltung ist es unabdingbar, dass der Verbrauch von Umweltressourcen besteuert wird. Eine faire Finanzierung der Systemumstellung bleibt ein sehr wichtiges Thema. Die Ausgestaltung, z. B. ob alle neuen Schulden als Klimaschulden deklariert werden und über Energiesteuereinnahmen finanziert werden, muss zeitnah diskutiert werden. Im Moment wird ohne sichtbares Konzept an vielen energierechtlichen Stellschrauben gedreht. Jetzt kommt es darauf an, das Ziel 100 % Erneuerbare Energien mit einem ganzheitlichen Plan anzusteuern.

Warum unterstützen Sie die Stiftung Umweltenergierecht?

Ganz einfach: Die Stiftung ist ein hervorragender Ansprechpartner bei sehr vielen bedeutenden, rechtlich oft komplexen Umweltthemen. Besonders auch bei meinem Themenbereich, der mir sehr am Herzen liegt. Die Stiftung ragt immer wieder als wichtiger Akteur in der gesellschaftspolitischen Debatte hervor. Da ist es mir ein besonderes Bedürfnis, die Stiftung und die stets engagierten Mitarbeiter zu unterstützen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, November/2016

Dr. Martin Grundmann

 

Dr. Martin Grundmann

Dr. Martin Grundmann

Dr. Martin Grundmann ist Geschäftsführer der ARGE Netz, einer der größten deutschen Unternehmensgruppen für die erneuerbare Energieerzeugung.

 

 

Was ist die wichtigste Herausforderung in Ihrem Arbeitsfeld?

Als wir 2009 auf Initiative von Bürgerwindparks die ARGE Netz gegründet haben, war klar: Alles wird sich verändern, es wird mehr Markt geben, die vielen kleinen Bürgergesellschaften müssen auf Augenhöhe mitspielen können. Die wichtigste Herausforderung ist, die kleinen und mittleren Unternehmen, die vor 25 Jahren mit unternehmerischem Mut die Energiewende begonnen haben, im Markt zu halten.

Was sind die zentralen Herausforderungen der Energiewende, die es zu bewältigen gilt?

Die zentrale Herausforderung der Energiewende ist es, dass wir Versorgungssicherheit auf Basis erneuerbarer Energien erreichen. Wir müssen 2022 in der Lage sein, die Atomkraftwerke zu ersetzen. Wir müssen 2050 fast den gesamten Strom und zwei Drittel der gesamten Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien gewinnen. Das scheint weit weg zu sein, ist aber bereits morgen. Also müssen wir heute beginnen, die weiteren wichtigen Schritte zu gehen. In erster Linie:  die Verknüpfung der verschiedenen Energiemärkte, also die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und Industrie. Wir wissen, dass wir hierfür sehr viel IT benötigen, darin steckt auch eine große wirtschaftliche Chance für das Industrieland Deutschland.

Welche Rolle spielt das Recht bei der Lösung dieser Herausforderungen?

Das Recht spielt eine zentrale Rolle, denn wir stellen gerade die Energiewirtschaft vom Kopf auf die Füße. Erneuerbare Kraftwerke müssen fossile Kraftwerke ersetzen. Viele Millionen dezentrale Energieerzeugungsanlagen müssen über IT miteinander verbunden werden und die Versorgungssicherheit gewährleisten. Nicht mehr große Konzerne, sondern Millionen von Unternehmen und Bürgern, meistens außerhalb des eigentlichen Energiebereichs, werden die Energieerzeugung übernehmen. Produktion und Verbrauch von Energie werden sich verschmelzen, wir werden unsere Energie nicht mehr umständlich beantragen, sondern über Apps online bestellen. Das ist ziemlich komplex und das muss eine klare rechtliche Grundlage haben, die nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa gelten muss.

Warum fördern Sie die Stiftung Umweltenergierecht?

Wir fördern die Stiftung Umweltenergierecht, weil die Stiftung die wichtigste Einrichtung dafür ist, die rechtlichen Grundlagen für das gerade entstehende neue Energiesystem anzupassen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Juni/2016

 

Friedbert Agethen

 

Friedbert Agethen

Friedbert Agethen (Foto: AFG Verwaltungs GmbH)

Friedbert Agethen begeisterte sich bereits als junger Agraringenieur für die erneuerbaren Energien, speziell die Windkraft. Mittlerweile ist er Geschäftsführer eines Bürgerwindparks und Mitbegründer der WestfalenWIND GmbH. Agethen sieht rechtliche Rahmenbedingungen als entscheidend für die Entwicklung der Erneuerbaren. Die Erforschung des Rechts ist damit eine zentrale Erfolgsbedingung.

 

Herr Agethen, wie bewerten Sie den aktuellen Stand der Energiewende?

Die Energiewende hat bislang deutlich schneller stattgefunden, als sich das die meisten berufenen Münder vor 20 Jahren haben vorstellen können. Jedoch ist noch lange nicht alles erreicht, insbesondere die Energiewende im Wärmemarkt und der Mobilität ist bislang fast ein Totalausfall. Hier sind dringend bessere gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig.

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft der erneuerbaren Energien aus?

Für die Zukunft der Erneuerbaren in Deutschland bin ich verhalten pessimistisch. Ich kann keinen klaren Kurs der Politik erkennen. Vielfältige Einflüsse von Großkonzernen scheinen in der Ausprägung der politischen und gesetzlichen Steuerungsmechanismen zu wirken. Dies ist m. E. nicht nur im Bereich der Erneuerbaren zu erkennen, sondern in fast allen Bereichen.

International werden die Erneuerbaren weiterhin hohe Wachstumsraten haben, dabei werden die Preisverhältnisse zu den konventionellen Energieträgern die Geschwindigkeit der Entwicklung bestimmen, die in der Tendenz eindeutig für die Erneuerbaren spricht.

Warum fördern Sie die Forschungsarbeit der Stiftung Umweltenergierecht?

Wir von WestfalenWIND fördern die Forschungsarbeit der Stiftung Umweltenergierecht, weil wir glauben, es uns nicht leisten zu können, dies nicht zu tun. Das soll heißen, dort wo Bewegung in einem Wirtschaftsbereich ist, so wie bei den Erneuerbaren, da ist es zwingend erforderlich, auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, Fehlentwicklungen aufzudecken und hierzu hochqualifizierte Expertisen zu erstellen und zur Verfügung zu stellen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind entscheidend für die Entwicklung der Erneuerbaren, die Erforschung des Rechts damit zentrale Erfolgsbedingung.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Dezember/2015

Ove Petersen

 

Ove Petersen

Ove Petersen (Foto: GP JOULE)

Von der Landwirtschaft zur Energiewende: Ove Petersen ist Mitbegründer und einer von drei Geschäftsführern von GP JOULE. Das Unternehmen hat in Deutschland vier Standorte und zählt weltweit 130 Mitarbeiter. Die Stiftung Umweltenergierecht leistet für Petersen wichtige Basisarbeit für nachhaltige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.

 

Die Wurzeln von GP Joule liegen in der Landwirtschaft. Ove Petersen und Heinrich Gärtner, die späteren Gründer von GP JOULE, übernahmen nach ihrem Studium die landwirtschaftlichen Betriebe ihrer Eltern. Aus der Idee, eine Photovoltaik-Dachanlage auf den landwirtschaftlichen Gebäuden von Ove Petersen zu errichten, entstand eine neue Ausrichtung der beiden Landwirte in Richtung der erneuerbaren Energien.

Es folgten Biogas- und weitere PV-Projekte und schließlich mit der Entscheidung, die gemachten Erfahrungen und das Wissen zu nutzen, dann im Januar 2009 die Gründung des Unternehmens GP JOULE. Aus dieser besonderen Geschichte heraus habe das Unternehmen eine respektvolle und verantwortungsbewusste Haltung zur Umwelt, meint Mitbegründer und Geschäftsführer Ove Petersen und erklärt weiter: „Es ist die Basis und der Antrieb, die Verbindung von Mensch und Natur für beide Seiten lukrativ zu nutzen.“

In den Energie-Bereichen Solar, Wind und Biogas betreut GP JOULE daher von der ersten Idee bis zu deren Realisierung alle Projektphasen ebenso wie fertige Anlagen nach ihrer Inbetriebnahme. Die Projekte erstrecken sich dabei über die Bereiche Energieerzeugung, -verteilung und -umwandlung. Die Vision von GP JOULE ist es, in Zukunft 100 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs erneuerbar günstig zu produzieren.

Hier liegt auch der Grund für die Unterstützung der Stiftung Umweltenergierecht durch GP Joule: „Die Forschung der Stiftung für eine nachhaltige Energieversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien passt genau zu unserem Unternehmenszweck. Für unsere Ziele leistet die Stiftung wichtige Basisarbeit“, stellt Ove Petersen fest. Mit dem regelmäßigen finanziellen Engagement wolle GP Joule eine verlässliche Perspektive für die Forschung schaffen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, September/2015

Dirk Ketelsen

 

Dirk Ketelsen

Dirk Ketelsen (Foto: Dirkshof)

Mit seiner Dirkshof-Gruppe ist Dirk Ketelsen Wegbereiter der Bürgerwindparks und Pioniergeist im nordfriesischen Reußenköge. Für seine Projekte sieht der Dirkshof eine wachsende Bedeutung des Energie- und Umweltenergierechts, womit die Stiftung Umweltenergierecht einen idealen Partner darstellt.

Wie so viele Pioniere hat auch Dirk Ketelsen als Ein-Mann-Betrieb begonnen. 1989 hat er seine eigene Hofanlage selbst geplant und in Betrieb genommen. Der Einstieg in die Energiegewinnung bedeutete ihm dabei mehr als nur möglichst viele Kilowattstunden zu erzeugen: „Mir kam und kommt es bis heute darauf an, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien der Region und den dort lebenden Menschen finanziell zugutekommt“, betont Dirk Ketelsen. Der Dirkshof gehört somit zu den Wegbereitern der Bürgerwindparks.

Akzeptanz der Energiewende

Heute umfasst das Team vom Dirkshof 17 Mitarbeiter und betreut 60 Firmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Die Dirkshof-Gruppe begleitet nicht nur die Entwicklung und den Bau von Windenergieanlagen, Umspannwerken und Übergabestationen, sondern auch Repowering-Projekte.

Weiterhin fördert der Dirkshofs den Bürgerwindparkgedanken, um die Akzeptanz für die Energiewende zu erhalten. Das Stichwort „Akzeptanz“ war auch auschlaggebend für das jüngste Projekt: die Entwicklung eines Passiv-Radar-Systems zur Steuerung der Hindernisbefeuerung. Die roten Blinklichter stören viele Anwohner besonders nachts. Frei nach dem Motto „die Nacht soll dunkel bleiben“, könnten mit dem neuen System die Anzahl dieser Blinklichter reduziert werden ohne die Sicherheit des Flugverkehrs zu gefährden.

Stiftung Umweltenergierecht als Partner

Für diese und andere Projekte sieht der Dirkshof eine wachsende Bedeutung des Energie- und Umweltrechts. „Für uns ist die Stiftung Umweltenergierecht genau der richtige Partner, der durch die speziell ausgebildeten Juristen stets auf dem neuesten Stand der rechtlichen Zusammenhänge im Bereich der regenerativen Energien ist und diese unabhängig betrachtet“, erklärt Dirk Ketelsen seine Motivation die Stiftungsarbeit zu unterstützen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Juni/2015

Anna Henze

 

Anna Henze

Anna Henze

Rechtsanwältin Anna Henze ist seit 2012 für HFK Rechtsanwälte LLP in Hamburg tätig und hat bei ihrer Arbeit viele Schnittstellen zum Energierecht.

 

 

 

Frau Henze, was verbinden Sie privat mit der Energiewende?

Privat versuche ich die Energiewende und die damit einhergehenden Aufgaben im Alltag als Selbstverständlichkeit anzusehen. Dies bedeutet insbesondere, meinen persönlichen Energieverbrauch und weitere Einsparungskapazitäten im Blick zu haben. Auch wenn die Energiewende einer globalen Umsetzung bedarf: Das Ausruhen auf der Verantwortung Dritter ist meiner Erfahrung nach kontraproduktiv, wenn nicht gar schädlich.

Welche beruflichen Berührungspunkte haben Sie zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz?

Als Rechtsanwältin bin ich tätig im Bau- und Planungsrecht. Die Schnittstellen zum Energierecht sind in diesem Bereich nicht zu vernachlässigen. Seit einigen Jahren mehrt sich in unserer Beratungspraxis der Bedarf an rechtsicherer Umsetzung energieeffizienter Bauprojekte, wie die Anlagenerrichtung in/an Bauobjekten oder die Versorgung städtischer Quartiere durch kleinere dezentrale Netze. Daneben ist die rechtssichere Konzentrationsflächenplanung für Windenergieanlagen und der Stromnetzausbau derzeit ein Thema.

Was sind die zentralen Herausforderungen, auf die Antworten gefunden werden müssen?

Da die Umsetzung der Energiewende sehr lange hinausgezögert wurde, ist nunmehr zur Erreichung der Klimaschutzziele ein großer Handlungsbedarf gegeben. Dies führt verständlicherweise zu Verunsicherung und teils auch voreiligen Reaktionen. Der Umgang mit den Netzausbau sowie mit der Planung von Windkraftanlagen ist nur ein Teilaspekt hiervon. Ich denke die größte Herausforderung überhaupt ist es, an den bislang festgesetzten Klimaschutzzielen verbindlich festzuhalten und diese nicht auch noch in Frage zu stellen, sondern auszubauen.

Gibt es einen Bereich, in dem die Rechtslage aus Ihrer Erfahrung heraus besonders verbesserungsbedürftig ist?

Eine der größeren derzeit noch offenen rechtlichen Fragen ist, inwieweit unser Verständnis und die gesetzliche Aufgabendefinition hinsichtlich der Gewährleistung von Versorgungssicherheit im Energiebereich noch zu den heutigen Möglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien und der dezentralen Netze passt. Hier ist die Hemmung bei der Versorgungssicherheit im Schwerpunkt auf die erneuerbaren Energien und den Energieverbrauch zu setzen, auch bei den letzten Anpassungen im EnWG, offenbar noch zu groß.

Welche Rolle kann die Stiftung Umweltenergierecht bei der Rechtsfortentwicklung spielen?

Die Stiftung Umweltenergierecht hat bereits aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeit gezeigt, dass sie sowohl im nationalen als auch internationalen Bereich Rechtsforschung und -entwicklung bestens vernetzen und vorantreiben kann. Die Erwartungen der Praxis an Politik und Normgeber zur Schaffung praktikabler und klarer Rechtsverhältnisse sind hoch. Hier sehe ich eine ebenfalls wichtige Funktion der Stiftung Umweltenergierecht, nämlich durch Aufnahme und Bündelung des rechtlichen Diskurses die notwendigen Impulse für die praktische Umsetzung an den Normgeber heranzutragen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, März/2015

 

Klaus Schulze Langenhorst

 

Klaus Schulze Langenhorst

Klaus Schulze Langenhorst (Foto: Schulze Langenhorst)

Unternehmer und Windpionier der ersten Stunde: Klaus Schulze Langenhorst ist Geschäftsführer der SL NaturEnergie GmbH in Gladbeck, die zu NRWs größten Betreibern und Projektierern für Wind- und Solarenergie gehört. Mit der Inbetriebnahme einer Enercon E-40 im Jahr 1996 und der Gründung der SL-Unternehmensgruppe gehört Schulze Langenhorst zu den Pionieren für Windenergie. Seit 2008 ist er stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien e.V. Im April 2014 übernahm er zudem die Position des Vizepräsidenten des Bundesverbandes Windenergie e.V.

Herr Schulze Langenhorst, was verbinden Sie persönlich mit erneuerbaren Energien?

Die erneuerbaren Energien sind für mich die logische und intelligente Nutzung der Kräfte der Natur. Zu lange haben wir auf den gedankenlosen Einsatz von endlichen Ressourcen gesetzt. Das Umdenken muss nun stattfinden, damit wir die verbleibenden Rohstoffe sinnvoll nutzen. Kann es richtig sein, diese wertvollen Rohstoffe einfach zu verbrennen?

Gibt es aus Ihrem Blickwinkel einen Bereich, in dem die Rechtslage besonders verbesserungsbedürftig ist?

In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass vieles von den Rahmenbedingungen abhängt, aber auch vom politischen Willen. Besonders wir in NRW haben erlebt, dass es lange dauert, den Zug des Windenergieausbaus wieder in Fahrt zu bringen, wenn einmal die Bremse angezogen wurde. Wir benötigen die Überarbeitung des Windenergieerlasses. Außerdem steht bei uns noch der neue Landesentwicklungsplan auf dem Plan, dieser ist ebenfalls überfällig.

Welche Rolle kann die Stiftung Umweltenergierecht spielen?

Die Stiftung hilft uns sehr, um mit neutralem Blickwinkel die immer komplexer werdenden juristischen Herausforderungen zu bewältigen. Insbesondere die europäische Ebene wird immer stärkeren Einfluss nehmen. Ohne die Stiftung wäre mir deutlich unwohler bei dem ohnehin schon fraglichen Fortgang der Energiewende.

Was macht den Reiz aus, die Energiewende mitzugestalten?

Der Umbau der Energieversorgung gehört für mich zu einer der dringendsten Notwendigkeiten unserer Zeit. Für die Umwelt und die nachfolgenden Generationen. Das ist ausreichend reizvoll, mein ganzes Engagement und meine Fähigkeiten hier hineinzulegen. Dass wir durch unsere Vorbildfunktion das Weltklima nachhaltig beeinflussen können, gibt uns Akteuren einen enormen Ansporn. Wir dürfen hiermit nicht scheitern! Aber wir sind trotz des Gegenwinds auf einem guten Weg – denn aus dem Wind nehmen wir unsere Energie.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, August/2014

Dr. Andreas Hinsch

 

Dr. Andreas Hinsch

Dr. Andreas Hinsch (Foto: gs-suer)

Dr. Andreas Hinsch ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Partner der Rechtsanwaltskanzlei Blanke Meiers Evers in Bremen. Neben zahlreichen Veröffentlichungen im Verwaltungsprozess- und öffentlichen Planungsrecht ist er unter anderem Sprecher des Juristischen Beirates des Bundesverbandes Windenergie e.V. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Öffentliches Baurecht, Recht der erneuerbaren Energien sowie Emmissionsschutzrecht.

Herr Dr. Hinsch, was verbinden Sie persönlich mit erneuerbaren Energien?

Wenn ich in meinem ganz persönlichen Bereich blicke, denke ich bei erneuerbare Energien an meine Söhne. Diese sind mir an Kraft und Leidenschaft manchmal so viel voraus, dass man sehen kann, wie sich frische Energie im Persönlichen auswirkt. Vielleicht ist das auch ein Bild, was erneuerbare Energien gesellschaftlich bewirken können.

Gibt es einen Bereich, in dem aus Ihrer anwaltlichen Sicht die Rechtslage besonders verbesserungsbedürftig ist?

Es gibt aus meiner Sicht zwei Rechtsbereiche, die für die erneuerbaren Energien elementar sind. Das ist zum einen natürlich das Vergütungsrecht und vor dem Hintergrund der aktuellen Situation muss man hier nicht viele Worte machen. Ein anderer Bereich ist das Planungsrecht, denn eine Energiewende kann nur dann erfolgen, wenn die Anlagen letztlich auch Standorte finden. Und auch hier legt man aktuell Hand an (Länderöffnungsklausel Windenergie). Aber ich glaube, es gibt auch viele Bereiche, wie z. B. das Zulassungsrecht, das sehr gut geregelt ist. In meiner Praxis fällt mir auf, dass oftmals die Behörden personell und qualitativ nicht in der Lage sind, das eigentlich gute rechtliche Instrumentarium umzusetzen. Insoweit sollte es auch im Interesse der erneuerbaren Energien sein, dafür zu sorgen, dass Behörden vernünftig ausgestattet sind, um ihre Aufgaben bewältigen zu können.

Welche Rolle kann die Stiftung Umweltenergierecht bei der Rechtsfortentwicklung spielen?

Die Stiftung Umweltenergierecht ist für mich der Transmissionsriemen von der Wissenschaft zur Praxis und Politik mit besten Verbindungen. Gleichzeitig wird auf hohem Niveau Forschung betrieben. Es ist für mich einmalig und verdient höchste Anerkennung.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, April/2014

Frank Groneberg

 

Frank Groneberg

Frank Groneberg

Frank Groneberg lernte als Landwirt an der sonnen- und windreichen Nordseeküste früh, die Kräfte der Natur zu nutzen. „Der schonende Umgang mit unseren Ressourcen sollte unser aller Ziel sein. Die Reduzierung der Treibhausgase ist somit eine besonders wichtige Aufgabe für jeden Einzelnen“, stellt Frank Groneberg heraus.

 

2003 gründete er zusammen mit seinem Partner Dr. Armin Wulf die Solarpark Rodenäs GmbH. Um Bürgern die Beteiligung an einer PV-Anlage zu ermöglichen, errichteten sie einen der ersten Bürgersolarparks nahe der deutsch-dänischen Grenze. Seit 2006 widmet sich Frank Groneberg vorrangig der Photovoltaik und ganzheitlichen Energiekonzepten. Mit seiner positiven Grundeinstellung und Beharrlichkeit  gelang es ihm, das Unternehmen international mit Tochtergesellschaften in den USA, Dänemark und Polen auszubauen.

Zurzeit arbeitet Frank Groneberg an neuen, ganzheitlichen Energiekonzepten, die es ermöglichen, Strom selbst zu produzieren und zu nutzen. Er ist sich sicher: „Es ist heute wichtiger denn je, dass die Energiewende durch die Bürger gestaltet wird. Jeder kann Teil der Energiewende werden, das Klima schützen und mit dem richtigen Konzept Geld sparen. Dezentral von Bürgern für Bürger“, so seine Vision.

Auf einer Veranstaltung lernte er die Stiftung Umweltenergierecht kennen und war von ihr sofort begeistert. „Es ist unverzichtbar, die Energiewende rechtswissenschaftlich  zu begleiten, und fundierte Vorschläge für mögliche Gesetze zu unterbreiten“, ist Frank Groneberg überzeugt.“ Der 46-Jährige möchte seinen drei Töchtern eine lebenswerte Zukunft ermöglichen. Somit ist die Energiewende für ihn eine echte Herzensangelegenheit. Durch gute Vernetzung trägt er die Idee von ganzheitlichen Energiekonzepten aus voller Überzeugung in die Welt.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Januar/2014

Margarete von Oppen

 

Margarete von Oppen ©Frank Eidel Photography, Berlin

Margarete von Oppen (Foto: Frank Eidel Photography, Berlin)

Margarete von Oppen ist Rechtsanwältin und Partnerin der Kanzlei Geiser & von Oppen in Berlin. Zu ihren Schwerpunkten gehört u. a. das Recht der erneuerbaren Energien einschließlich des Energiewirtschaftsrecht. Sie berät die öffentliche Hand und Verbände in konzeptioneller Hinsicht ebenso wie Unternehmen der Energie- und Immobilienbranche in allen Fragen des Projektgeschäfts.

 

Schon lange vor Gründung der Stiftung Umweltenergierecht hat Margarete von Oppen das erste Mal Kontakt mit den Würzburger Umweltenergierechtlern. 2008 stellte sie am Ende der 4. Würzburger Gespräche zum Umweltenergierecht fest, dass es für die systematische Erforschung des Rechts der Energiewende einen Förderverein brauche. Als dann die Gründung der Stiftung Umweltenergierecht im Raum stand, war sie sofort dabei. Ihre Kanzlei Geiser & von Oppen wurde Gründungsstifterin. Seither gehört sie zu den regelmäßigen Unterstützern.

Verbindung von Praxis und Lehre

Ihr Engagement mag auch darin begründet sein, dass es verschiedene Verbindungen zwischen Margarete von Oppen und der Stiftung in Würzburg gibt: So begann sie ihr Jurastudium in der Stadt am Main und befasst sich seit über zehn Jahren anwaltlich mit erneuerbaren Energien. Dabei verknüpft sie die Beratung von Unternehmen mit der konzeptionellen Beratung von öffentlicher Hand und Verbänden. Es war ihr aber immer wichtig, sich auch jenseits der Kanzlei zu engagieren. So ist Margarete von Oppen seit vielen Jahren Lehrbeauftragte für Umwelt- und Umweltenergierecht an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin. Die Arbeit mit Studierenden und die Möglichkeit, ihr Wissen weiterzugeben, machen ihr so viel Spaß, dass sie trotz ständiger beruflicher Zeitnot nicht darauf verzichten möchte.

Vorbild sucht Nachmacher

„Bei meiner Tätigkeit an der Schnittstelle von Wirtschaft, Regierung und Ausbildung wird mir die Bedeutung der Stiftung Umweltenergierecht immer wieder deutlich“, stellt Margarete von Oppen fest. „Die Entwicklung neuer Rechtsstrukturen für die Energiewende braucht diese Forschungseinrichtung, um sachgerechte Lösungen zu entwickeln“. Sie wünscht sich, dass möglichst viele ihrem Vorbild folgen. Denn es ist eine weitere positive Eigenschaft von Margarete von Oppen, angefangene Dinge erfolgreich zu Ende zu führen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Oktober/2013

Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner

 

Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner

Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner

Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner wurde 2011 in den Vorstand der Mainova AG in Frankfurt berufen. Hier verantwortet er das Ressort Technik. Er studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität München. Dort wurde er mit einer Grundlagenarbeit über supraleitende magnetische Energiespeicher promoviert. Der gebürtige Oberbayer arbeitete 24 Jahre in leitenden Positionen bei drei regionalen Energieversorgern.

„Energiewende ist machbar“

Mit der Definition der 20-20-20 Ziele (20 % weniger CO2 Ausstoß, 20 % höhere Energieeffizienz und  ein 20 %- Anteil regenerativer Energien bis 2020) im Vertrag von Lissabon markierte die europäische Union einen Wendepunkt in der Energiepolitik. Dabei waren Ressourcenschonung, Umweltschutz, aber auch Reduktion der Importabhängigkeit bei fossilen Energieträgen wichtige Leitgedanken. Deutschland griff diese Grundsätze auf und entwickelte sie nach der Tragödie von Fukushima weiter.  Im angestrebten Energiezielsystem werden 80 % der Stromerzeugung regenerativen Ursprungs sein. Technologisch gesehen ist diese Transformation realisierbar. Alle benötigten technischen Komponenten sind zumindest vom Prinzip her verfügbar. Regenerative Stromerzeuger haben bereits eine hohen Reifegrad, flexible und intelligente Netze sowie intelligente Zähler bedürfen noch der Normierung und Standardisierung, während Energiespeicher noch deutlichen Entwicklungsbedarf aufweisen und bezüglich Kosten, Effizienz und Größe optimiert werden müssen. Unterstützt wird diese Aussage durch die enorme technische Innovationsgeschwindigkeit und die von der Politik vorgegebene Langfristperspektive: das 80 %- Ziel ist bis 2050 zu erreichen. Dennoch, die Zeit läuft und sie ist zu nutzen, da der Transformationsprozess von fundamentaler Natur ist.

„Nur ganzheitliches Denken führt zum Erfolg“

Der Aufbau eines Energiesystems, das von volatilen Primärquellen mit einer geringen Energiedichte gespeist wird, ist mittelfristig technisch machbar. Der hierzu erforderliche Kapitaleinsatz hat aber eine volkswirtschaftlich relevante Dimension. In der Aufbauphase belasten hohe Abschreibungen die Wirtschaftlichkeit der Energiewende. Zudem wurde in manche Techniken zu viel bei zu geringem Reifegrad investiert. Hohe Preise für Kohle, Gas und CO2, die die Energiewende unterstützen würden, sind aktuell nicht zu beobachten. Die Frage, wie schnell wir den Transformationsprozess vorantreiben, hat damit eine hohe volkswirtschaftliche Relevanz. Nachholbedarf haben wir nicht nur in der Orchestrierung der technischen Umsetzung der Energiewende, sondern auch in der Ausgestaltung des rechtlichen und politischen Ordnungsrahmens. Die heutigen Gesetze aber auch Organisationsstrukturen sind in hohem Maße nicht „energiewendetauglich“. Sie stellen immer noch auf ein System zentraler Großkraftwerke ab, das durch den enormen Ausbau regenerativer Energiequellen und den Kernenergieausstieg so nicht mehr vorhanden ist. Weiterhin werden die soziologischen Aspekte der Energiewende bisher nur unzureichend berücksichtigt. Diese Themenfelder sollten den Schwerpunkt der Forschungsarbeit der Stiftung Umweltenergierecht bilden. Diese Ergebnisse können hohen gesellschaftlichen Nutzen stiften. Denn Technik ohne geeigneten und sicheren Ordnungsrahmen und ohne öffentliche Akzeptanz ist nicht realisierbar. Hier müssen wir deutlich ganzheitlicher denken, wenn die Energiewende ein Erfolgsmodell werden soll.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Juni/2013

Franz Winter

 

Franz Winter

Franz Winter (Foto: fw)

Franz Winter ist seit Anfang der 80er Jahre als Betreiber von Wasserkraftwerken aktiv. Gemeinsam mit seinem Bruder übernahm er die vom Vater aufgebauten Werke. Seit dem fördern sie die Erzeugung regenerativer Energie, und bieten Dienstleistung für Reaktivierung und Automatisierung von Wasserkraftanlagen an.

 

 

Herr Winter, welche Philosophie steht für Sie hinter dem Begriff „erneuerbare Energien“ ?

Für mich hat die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Um das Niveau unserer Lebensqualität  zu halten finde ich es wichtig, dass wir die Energieversorgung weg von endlichen Ressourcen auf eine regenerative Basis stellen. Ausschlaggebend dabei ist nicht nur das Argument der immerwährenden Versorgung, sondern auch die Möglichkeit dieses im Einklang mit der Natur zu bewerkstelligen.

Ist die Wasserkraft in Deutschland ausreichend für die Zukunft gerüstet?

Das Potential zum Ausbau der Wasserkraft ist enorm steigerungsfähig. Um 1900 z. B. arbeiteten in Deutschland ca. 80.000 Wassertriebwerke, im Gegensatz dazu sind es heute nur noch ca. 8.000. Diese Zahlen sind auch ein Appell an die Genehmigungsbehörden.

Hinsichtlich welcher Akteure bzw. Instrumente der Energiewende sehen Sie konkreten Handlungsbedarf ?

Das wohl wichtigste Argument für das Gelingen der Energiewende ist letztendlich die Akzeptanz in  der Bevölkerung, die weitgehend abhängig von der Entwicklung der Strompreise sein wird. Hier sehe ich Handlungsbedarf in der Berechnungsformel der EEG-Umlage. Mit wachsender Stromeinspeisung der regenerativen Scene, der durch Gesetz auf dem Kurzfristmarkt an der Börse verramscht wird, steigt natürlich durch den fallenden Börsenpreis die Differenz zum konventionell erzeugten Strom, wodurch sich automatisch die EEG-Umlage erhöht. Die Industrie, die am Heftigsten gegen den Regenerativen Strommarkt opponiert, hat aber den größten Nutzen daraus, nämlich durch fallende Beschaffungspreise und wegfallende Abgabenbelastungen.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Februar/2013

Hendrik Becker

 

Hendrik Becker

Hendrik Becker (Foto: PlanET-Biogastechnik)

Hendrik Becker ist Geschäftsführer der PlanET Biogastechnik GmbH in Vreden. Er studierte zuvor Energie- und Umwelttechnik an der FH Aachen.

 

 

Herr Becker, welche Rolle spielen die erneuerbaren Energien für sie persönlich?

Hintergrund der Frage

Sie sind als Geschäftsführer der PlanET Biogastechnik GmbH sehr aktiv im Bereich der erneuerbaren Energien. Wie kam es dazu, was fasziniert Sie an den Erneuerbaren und was motiviert Sie zu Ihrer Arbeit?

Antwort

Zum Schutz unseres Klimas möchte ich die erneuerbaren Energien voranbringen. Dazu gehört auch, dass ich privat ebenso dazu stehe und z. B. mein Niedrigenergie-Haus mit Holzpellets heize. Besonders Biogas hat mein Leben durch Gründung unseres Unternehmens grundsätzlich verändert. Als die Entwicklung der Erneuerbaren noch in den Kinderschuhen steckte, war nicht abzusehen, dass sie einmal mehr als 25 % unseres Stromes erzeugen. Wir haben immer daran geglaubt, aber die Vorbehalte bei Bekannten und Banken waren riesig. Erst später haben viele gemerkt, dass sich hier etwas Einmaliges anbahnt und uns ernst genommen. Hierzu zählten auch die Energiekonzerne.

Welche Impulse sind Ihrer Meinung nach erforderlich für eine erfolgreiche Energiewende?

Hintergrund der Frage

Die Umstellung der Energieversorgung ist mit grundlegenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen verbunden. Welche konkreten Weichenstellungen sind in den kommenden Monaten und Jahren besonders wichtig für die Energiewende? Welche Anforderungen ergeben sich daraus an einen erforderlichen Rechtsrahmen?

Antwort

Die größte Aufgabe der Politik ist es, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Energiewende gibt es weder zum Nulltarif, noch ohne strukturelle Neuorientierungen. Wir müssen auch akzeptieren, dass es zukünftig Veränderungen im Landschaftsbild z. B. durch Energiepflanzen oder neue Strommasten gibt. Die Politik ist gut beraten, die Lasten gleichmäßig zu verteilen. Ausnahmen im EEG für energieintensive Unternehmen, die zudem vom niedrigen Börsenpreis aufgrund der Solar- und Windeinspeisung profitieren, sind nicht gerechtfertigt. Ich bin davon überzeugt, dass die Energiewende gelingt, wenn jeder Akteur seinen Beitrag leistet.

Warum fördern Sie die Forschungsarbeit der Stiftung Umweltenergierecht?

Hintergrund der Frage

Welche Rolle kann die Stiftung als rechtswissenschaftliche Einrichtung bei der Lösung der Herausforderungen spielen? Was hat Sie dazu bewogen, die Stiftung zu unterstützen? Warum sollten andere Ihrem Beispiel folgen?

Antwort

Wir brauchen verlässliche Rechtsgrundlagen, auf der wir die Energiewende gestalten können. Als gesellschaftspolitische Akteure sind hier die wissenschaftlichen Institutionen unverzichtbar. Es ist nicht einfach, im Dschungel der Gesetze und Verordnungen den Durchblick zu behalten, da braucht es professionellen Sachverstand. Neben den Arbeitsplätzen in der direkten Anwendung der Energietechnik sind auch die in Forschung und Lehre von enormer Bedeutung für den zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort Deutschland. Dieses gebündelte Know-how im Bereich der Erneuerbaren Energien ist weltweit einzigartig. Daher unterstützen wir die Stiftung Umweltenergierecht.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Nr. 3/2012

 

Dipl.-Geogr. Lothar Schulze

 

Lothar Schulze

Dipl.-Geogr. Lothar Schulze (Foto: windwärts energie gmbh)

Lothar Schulze ist Mitbegründer und seit 1994 Geschäftsführer der Windwärts Energie GmbH. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsverbands Windkraftwerke e.V. (WVW). Er studierte Wirtschaftsgeographie in Hannover.

 

Herr Schulze, wie sind Sie zu den erneuerbaren Energien gekommen?

Hintergrund der Frage

Sie sind als Mitbegründer der Windwärts Energie GmbH Pionier im Bereich der erneuerbaren Energien eng mit der Rechtsentwicklung der erneuerbaren Energien befasst und beschäftigen sich bereits seit langer Zeit mit dieser Thematik. Wie kam es dazu, was fasziniert Sie an den Erneuerbaren und was motiviert Sie zu Ihrer Arbeit?

Antwort

Mein persönlicher Einstieg in die Windenergienutzung war bestimmt durch den Wunsch, selber und in Gemeinschaft mit anderen tatsächlich Veränderungen im Energiebereich umsetzen zu können. Es faszinieren und motivieren mich nach wie vor zwei Dinge: Dass wir den konventionellen Energieversorgern trotz der stärker werdenden Gegenwehr jedes Jahr gut 1% des Marktes abnehmen können, und dass wir es mit einem so vielseitigen und hochwertigen Produkt wie Strom zu tun haben, bei dem die vermeintlichen Grenzen der Einspeisung erneuerbarer Energien immer wieder nach oben verschoben werden konnten.

Was sind die zentralen Herausforderungen, auf die Antworten gefunden werden müssen?

Hintergrund der Frage

Die Umstellung der Energieversorgung ist mit grundlegenden Veränderungen verbunden. Welche konkreten Weichenstellungen sind in den kommenden Monaten und Jahren besonders wichtig? Welche Anforderungen ergeben sich daraus für den Rechtsrahmen?

Antwort

Die wirtschaftlichen Grundlagen erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung sind grundsätzlich verschieden und nicht einfach vereinbar. Erneuerbare Energien haben theoretisch Grenzkosten von Null Cent. Ein zukünftig funktionierendes Marktdesign muss dies berücksichtigen. Der Einspeise- und Abnahmevorrang für EE-Strom und Festpreisvergütungen müssen bestehen bleiben. Wichtige Themen sind der Netzaus- und -umbau und zukünftig insbesondere das Thema Energiespeicherung, bei dem zurzeit weder ein für die erneuerbaren Energien geeigneter Rechtsrahmen noch ein Geschäftsmodell existiert. (Für uns als Projektentwickler mit mehrjährigem Projektierungsvorlauf ist es zudem wichtig, dass die Politik den geschaffenen Rahmen nicht kurzfristig wieder ändert.)

Was erwarten Sie von der Stiftung Umweltenergierecht?

Hintergrund der Frage

Welche Rolle kann die Stiftung als rechtswissenschaftliche Einrichtung bei der Lösung der Herausforderungen spielen? Was hat Sie dazu bewogen, die Stiftung zu unterstützen?

Antwort

Es gibt bereits einige Stiftungen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Das Einzigartige an der Stiftung Umweltenergierecht ist, dass hier Menschen arbeiten, die erkannt haben, dass der rechtliche Rahmen ganz entscheidend für das Gelingen der Energiewende ist. Uns hat der wissenschaftliche Arbeitsansatz der Stiftung überzeugt. Die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen sich unvoreingenommen mit allen Argumenten, um einen rechtlichen Rahmen für die Energiewende zu erarbeiten, wobei der Blick nicht auf Partikularinteressen gerichtet ist, sondern auf das Funktionieren der Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien.

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Nr. 2/2012

Dr. Thomas E. Banning

 

Dr. Thomas E. Banning

Dr. Thomas E. Banning (Foto: NATURSTROM AG)

Dr. Thomas E. Banning ist Pionier im Strommarkt und zugleich Gründungsstifter. Durch einen Zufall wurde Dr. Banning auf die NATURSTROM AG aufmerksam und befindet sich nun an der Unternehmensspitze. „Unser Anspruch ist es, führendes grünes Energieversorgungsunternehmen zu werden und somit beispielhaft zu zeigen, dass die Energiewende wirklich funktioniert.“

 

Einen nachhaltigen Weg für die Wirtschaft zu beschreiten, einen Alternativpfad zur gesellschaftsschädigenden kurzfristigen Gewinnmaximierung der finanzmarktgetriebenen Konzerne – diese Idee und Herausforderung treibt Dr. Thomas E. Banning seit vielen Jahren an. Nach beruflichen Stationen an der Universität, als Unternehmensberater, Führungskraft im Siemens-Konzern und Sanierungsgeschäftsführer gründete er zusammen mit Freunden und Familie die eco eco AG.

Die Mission: Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen. Nicht durch abstrakte Studien und Analysen, sondern ganz konkret durch Erarbeitung machbarer und wirtschaftlich relevanter Wege.

Durch einen Zufall wurde Dr. Banning 1999 auf die NATURSTROM AG aufmerksam, die als Neugründung von Mitgliedern aus Umwelt- und Ökoenergieverbänden in den gerade liberalisierten Strommarkt eingetreten war. Zunächst saß er im Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender er 2000 wurde. 2002 wechselte Dr. Banning als alleiniger Vorstand an die Unternehmensspitze, um im anfangs schwierigen Marktumfeld einen Weg für das kleine Unternehmen zu bahnen und es mit immer neuen Innovationen voranzubringen. Seit 2007 wächst NATURSTROM rasant, teils aufgrund damaliger Diskussionen um Klimawandel und Atomrenaissance, vor allem aber aufgrund eines einzigartigen Produktes bei günstigem Preis.

Inzwischen beliefert NATURSTROM über 210.000 Haushalte und Gewerbekunden. „Wir wollen die Wende hin zu einer dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung voranbringen, und zwar mit wirtschaftlichen Mitteln“, so beschreibt Dr. Banning das Unternehmensziel. „Unser Anspruch ist es, führendes grünes Energieversorgungsunternehmen zu werden und somit beispielhaft zu zeigen, dass die Energiewende wirklich funktioniert.“

Nicht vergessen hat Dr. Banning, wie die etablierte Energiewirtschaft der NATURSTROM AG und anderen unabhängigen Anbietern in den Anfangsjahren des liberalisierten Marktes zugesetzt hat. „Das hatte mit Chancengleichheit nichts zu tun. Man hatte zwar den Boxring geöffnet, in dem jeder die amtierenden Champions herausfordern konnte. Aber es gab keine faire Regeln, die einen echten Wettbewerb ermöglicht hätten.“ Auch die jüngste EEG-Novelle lässt aus Sicht des NATURSTROM -Chefs klar erkennen, wie wenig sich die in energiepolitischen Sonntagsreden formulierten Ziele tatsächlich in den gesetzlichen Rahmenbedingungen wiederfinden. Als Pionier bei der Belieferung der Kunden mit Strom aus EEG-fähigen Anlagen ist NATURSTROM ebenso von der Novelle betroffen, wie als Projektierer und Betreiber von Windkraft-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen. „Die Erneuerbaren Energien erfordern einen Umbau der Energiewirtschaft“, so Dr. Banning. „Dieser Wandel findet statt innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens und hat auf diesen erhebliche Auswirkungen. Wir benötigen daher unabhängige Wissenschaftler, die die neuen Entwicklungen begleiten.“ Deshalb hat sich die NATURSTROM AG ohne Zögern entschlossen, die Stiftung Umweltenergierecht mit zu gründen. „Die Deutungshoheit in energierechtlichen Fragen darf nicht allein bei den Rechtsabteilungen und Stiftungsprofessuren der großen Energiekonzerne liegen“, fordert Dr. Banning. „Es war längst überfällig, dass mit der Stiftung Umweltenergierecht diese Lücke nun gefüllt wird.“

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Nr. 1/2012

Dr. Leo Haaf

 

Dr. Leo Haaf

Dr. Leo Haaf (Foto: TAUBER-SOLAR)

Dr. Leonhard Haaf ist in vielfältiger Weise ein Vorbild und Pionier der Erneuerbaren Energien, einer der sich kümmert und andere für Ideen begeistern kann. Der praktizierende Kinder- und Jugendarzt hat sich schon lange vor Tschernobyl gegen Atomkraft eingesetzt und früh die Chancen der Erneuerbaren Energien erkannt. „Als Arzt liegt mir die Energiewende ganz besonders am Herzen“ sagt Dr. Haaf, „weil ich umfassend etwas für die Gesundheit der nachkommenden Generationen tun möchte. Dazu gehört: Die saubere Luft und die Ächtung der menschen- und naturverachtenden Atomtechnologie sowie eine demokratische Teilhabe an der Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie.“

Erneuerbare Energien sind sein Alltag

So fährt er nicht nur ein auf reines Pflanzenöl umgerüstetes Auto und hat schon 1996 eine Photovoltaikanlage auf seinem Haus installiert. Er wollte auch anderen die Möglichkeit geben, in Erneuerbare Energien zu investieren und hat gleich nach der Verabschiedung des EEG Kollegen und Freunde davon überzeugt, die Spielräume zu nutzen. Daraus entstand die Firma Tauber Solar, die mittlerweile fast dreitausend Menschen dazu motiviert hat, Betreiber von Photovoltaikanlagen zu werden und deren Geschäftsführer Leonhard Haaf ist.

Überzeugter Gründungsstifter

Auch bei der Stiftung Umweltenergierecht war Leo Haaf von Anfang an dabei und gehört zu den 45 Gründungsstiftern. „Als Thorsten Müller mir von der geplanten Stiftungsgründung berichtete, war ich von dieser Idee sofort überzeugt. Ich musste nicht lange überlegen, ob ich mich daran beteiligen wollte“, erzählt Leo Haaf. Dabei war seine großzügige private Stiftungsbeteiligung nicht sein erster Beitrag. Von Anfang an hat er die Forschung zum Umweltenergierecht in Würzburg tatkräftig unterstützt. Noch bevor die damalige Forschungsstelle Umweltenergierecht ihre Arbeit aufgenommen hatte, erkannte er die Bedeutung der rechtswissenschaftlichen Forschung zu Erneuerbaren Energien und der Energiereduktion. Er spendete Geld und überzeugte auch Kollegen und Geschäftspartner, die Forschung durch ein finanzielles Engagement zu ermöglichen. Und er rief die Initiative „Ein Dach für die Wissenschaft“ ins Leben, um die Idee zu finanzieren. „Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich, wie wichtig der richtige Rechtsrahmen für die Energiewende ist“ unterstreicht Leo Haaf.

„Wir brauchen nicht nur technische Innovationen und mehr gesellschaftliche Sensibilität im Umgang mit Energie. Wir brauchen auch Menschen, die sich Gedanken machen, wie das Recht so gestaltet werden kann, dass eine Vollversorgung aus Erneuerbaren Energien Realität wird.“

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Newsletter Stiftung Umweltenergierecht, Nr. 1/2011

Ihre Ansprechpartnerin

Anne Mühe
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