Netze als Voraussetzung für die Realisierung hoher Anteile erneuerbarer Energien in der leitungsgebundenen Energieversorgung in Deutschland (ReNet)

Zielsetzung des Projektes ist das Aufzeigen struktureller Voraussetzungen für die Realisierung hoher Anteile erneuerbarer Energien in der leitungsgebundenen Energieversorgung durch eine systemübergreifende Gesamtschau. Die Transformation der Energieversorgung betrifft dabei ein großes Spektrum von Akteure in diesem Bereich. Durch die systemübergreifende Betrachtung der technischen, sozialen, politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen sollen alle relevanten Akteursinteressen und Möglichkeiten zu deren Steuerung sichtbar gemacht, Restriktionen für einen hohen Anteil erneuerbarer Energien aufgedeckt und Möglichkeiten zur deren Überwindung aufgezeigt werden.

Laufzeit: 1. Juli 2010 bis 30. September 2012

Projektmittel: Gefördert durch eine Zuwendung des Bundesumweltministeriums

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projektpartner: Technische Universität Berlin (Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung (ILaUP) und Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG)), Ingenieurbüro für neue Energien (IfnE), Dr. Bernd Wenzel

Technische Universität BerlinIngenieurbüro für neue Energien (IfnE)

Projektbearbeitung

Frank Sailer (Projektleitung)
Tel: +49-931-79 40 77-11
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Thorsten Müller (Projektleitung)
Tel: +49-931-79 40 77-0
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Dr. Markus Kahles
Tel: +49-931-79 40 77-16
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Inhalt

Die Energieversorgung Deutschlands ist zum großen Teil leitungsgebunden, sei es über Strom-, Gas- oder Wärmenetze, über die die einzelnen Abnehmer versorgt werden. Energie- bzw. Leitungsnetze stehen daher im Zentrum des Energieversorgungssystems und stellen das Bindeglied zwischen Erzeugung und Verbrauch. Die Transformation des Energieversorgungssystems hin zu hohen Anteilen erneuerbarer Energien stellen dabei neue Anforderungen an alle Ebenen der Energieversorgung, somit auch an den Ausbau und die Modernisierung der Leitungsnetze sowie den Marktzugang zu diesen Netzen und die Steuerung von Angebot und Nachfrage. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil und Voraussetzung für die Erreichung hoher Anteile erneuerbarer Energien in der Strom-, Gas- und Wärmeversorgung.

Das Forschungsprojekt dient als Ausgangspunkt für die Strukturierung des Problemfeldes und führt die aktuellen, in Teilen bereits vorliegenden, aber zersplitterten und teilweise nicht konsistenten Schlussfolgerungen aus den verschiedenen EE-Forschungsbereichen (Erzeugung, Speicherung, Strom-, Wärme- und Gasverteilung, Steuerung, Marktgestaltung, etc.) zusammen. Ziel ist dabei, die bestehenden, teilweise bekannten Restriktionen und Hemmnisse für die weitere Entwicklung in einer Gesamtschau zu betrachten und offene Forschungsfragen zu verdeutlichen. Dabei sollen die unterschiedlichen Akteursinteressen und Möglichkeiten zu deren Steuerung durch eine systemübergreifende Betrachtung der technischen, sozialen, politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen sichtbar gemacht werden. Dadurch sollen Restriktionen für einen hohen Anteil erneuerbarer Energien aufgedeckt und Möglichkeiten zur deren Überwindung aufgezeigt werden.

Projektergebnisse

Elke Bruns , Matthias Futterlieb , Dörte Ohlhorst , Bernd Wenzel , Frank Sailer, Thorsten Müller, Markus Kahles,

Netze als Rückgrat der Energiewende – Hemmnisse für die Integration erneuerbarer Energien in Strom-, Gas-, und Wärmenetze

Online-Publikation, Universitätsverlag der TU Berlin, 2012

Endbericht