Potenzial und energiewirtschaftliche Bewertung von Power-to-Heat mit Fokus auf Schleswig-Holstein und Ableitung von Handlungsempfehlungen (Power-to-Heat in Schleswig-Holstein)

Die Technologie Power-to-Heat bietet das Potenzial bei geringen Investitionskosten überschüssigen Strom aus EE in Fernwärmenetzen zu integrieren bevor dieser sonst abgeregelt werden müsste. Abregelungen von WKA sind bereits heute insbesondere in Schleswig-Holstein aufgrund von Netzengpässen der Fall. Auch in der mittelfristigen Entwicklung ist für Schleswig-Holstein zu erwarten, dass der Netzausbau der dynamischen Entwicklung der Windenergie hinterher laufen wird. Weitere Integrationsmaßnahmen stellen die Reaktion auf negative Börsenpreise und die Bereitstellung von Regelleistung zur Vermeidung von must-run-units dar. Zudem trägt die Technologie dazu bei, KWK-Anlagen und Fernwärmenetze für die Anforderungen eines von fluktuierenden EE dominiertes Stromsystem zu flexibilisieren wie das Beispiel Dänemark zeigt. Weitere schnell erschließbare Potenziale können im Bereich der industriellen Prozesswärme liegen.

Laufzeit: 13. Mai 2013 bis 31. Mai 2014

Projektmittel: Auftrag der Agora Energiewende

Projektpartner: Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Projektbearbeitung

Oliver Antoni (Projektleitung)
Tel: +49-931-79 40 77-0
E-Mail

Johannes Hilpert
Tel: +49-931-79 40 77-25
E-Mail

Inhalt

Anhand einer umfassenden rechtswissenschaftlichen und ökonomisch-technischen Analyse werden die technischen Potentiale von Power-to-Heat und der bestehende rechtliche Rahmen bezüglich der staatlich induzierten Strompreisbestandteile für den Bezug und den Verbrauch des in der Power-to-Heat-Anlage eingesetzten Stroms sowie die Auswirkungen auf den Primärenergiefaktor von Fernwärmesystemen untersucht. Die rechtlichen Rahmenbedingungen stellen danach Hemmnisse auf, welche die Umsetzung der Potenziale sowie die Grenzkosten der Anlagen und damit den Anlageneinsatz massiv beeinflussen. Entsprechend werden Handlungsempfehlungen formuliert um die Potenziale – insbesondere in Schleswig-Holstein und Hamburg – zu heben und eine sinnvolle energiewirtschaftliche Einbindung zu gewährleisten.

Projektergebnisse

Norman Gerhardt, Christoph Richts , Patrick Hochloff, Thorsten Müller, Johannes Hilpert, Oliver Antoni, Wolfgang Schulz ,

Power-to-Heat zur Integration von ansonsten abgeregeltem Strom aus Erneuerbaren Energien

Weitere Informationen

Oliver Antoni, Johannes Hilpert, Peter Birkner,

Rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Power-to-Heat

EuroHeat&Power 2013, Heft 12, S. 20-23

Peter Birkner, Oliver Antoni, Johannes Hilpert,

Technik der Energiewende und die Rolle von Power-to-Heat

EuroHeat&Power 2013, Heft 11, S. 22-27