Finanzierung der Stromversorgung im Rahmen der Energiewende

Der mit der Energiewende einhergehende Umbau der Infrastruktur der Stromversorgung – Netze und Erzeugungseinheiten – ist mit hohen Investitionen verbunden, die zum großen Teil den Charakter von Vorleistungen haben. Die Kosten dieser Finanzierungsaufgaben werden auf unterschiedlichen Wegen auf die Stromverbraucher umgelegt, insbesondere durch die Netzentgelte einschließlich daran gekoppelter weiterer Umlagen und die EEG-Umlage. In diesem Vorhaben werden daher Ansätze analysiert, wie die Finanzierung der Energiewende u. a. vor dem Hintergrund der Flexibilisierungsnotwendigkeiten zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Laufzeit: 1. September 2015 bis 31. März 2016

Projektmittel: Auftrag der Agora Energiewende

Projektpartner: arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik

Projektbearbeitung

Dr. Hartmut Kahl (Projektleitung)
Tel: +49-931-79 40 77-288
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Thorsten Müller
Tel: +49-931-79 40 77-0
E-Mail

Inhalt

Das Vorhaben soll mögliche Fehlsteuerungen bei der Finanzierung der Stromversorgung im Rahmen der Energiewende aufzeigen und in ihrer energiewirtschaftlichen Bedeutung illustrieren. Ziel ist es, das Problembewusstsein für den damit möglicherweise einhergehenden Steuerungsverlust zu schärfen und einen konstruktiven Ansatz zur strukturellen Weiterentwicklung der Finanzierungsverantwortlichkeiten zu entwickeln und für eine energiepolitische Diskussion aufzubereiten, um eine verantwortungsgerechte Verteilung der Kosten für die Erreichung der Energiewendeziele sicherzustellen, die auf längere Sicht tragfähig ist und insoweit möglichst keiner kurzfristigen Anpassungen bedarf. Dazu werden der vorfindliche Rechtsrahmen samt seiner möglichen Defizite ausgewertet, energiewirtschaftlich und fiskalisch sinnvolle Ausgestaltungsvarianten diskutiert und auf die tragfähigste Option hin fokussiert sowie die gesetzgeberischen Spielräume dafür analysiert.